ICC Berlin: Zukunft des Kongresshauses bleibt ungewiss
ICC Berlin: Zukunft des Kongresshauses ungewiss

Die Zukunft des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Berlin ist nach einem langen Konzeptverfahren einen Schritt weiter, aber noch lange nicht gesichert. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) zeigte sich optimistisch: „So weit war man noch nie mit dem ICC.“ Tatsächlich hat ein Bieter-Konsortium den Zuschlag erhalten, um die seit zwölf Jahren leerstehende Architektur-Ikone am Messedamm wiederzubeleben. Doch ein Investor, der eine Milliarde Euro auf den Tisch legt, ist nicht in Sicht.

Kein Investor für die Milliarden-Sanierung

Das Konsortium besteht aus kreativen Architekten, potenten Baufirmen, erfahrenen Planern und bewährten Standortentwicklern. Sie sollen dem Koloss neues Leben einhauchen. Der städtebauliche Plan sieht ansprechend aus: Zwei neue Hochhäuser sollen das Ensemble ergänzen, in denen Hotels und Büros entstehen sollen. Die Stadt stellt die Grundstücke günstig bereit, sodass sich diese Nutzungen rechnen könnten. Doch was in der Silberhülle des ICC selbst passieren soll, ist weitaus komplizierter.

Kunst, Kultur und Gastronomie – aber wer zahlt?

Geplant sind Kunst, Kultur, Gastronomie und Clubs. Doch der Sanierungsaufwand wird auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Wer diesen über Mieten refinanzieren soll, bleibt offen. Klar ist nur, dass die öffentliche Hand über Fördermittel oder eigene Institutionen als Nutzer den Löwenanteil tragen müsste. Doch auch das dürfte nicht leicht werden. Die Philharmonie, die während der Sanierung ihres Scharoun-Baus ins ICC ziehen sollte, hat wegen mangelnder Akustik Bedenken. Viele Fragen sind also noch offen. Immerhin weiß man jetzt, mit wem man darüber reden kann.

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