Kretschmer kritisiert Ablösung von Schenderlein: 'Überhaupt nicht verstanden'
Kretschmer kritisiert Ablösung von Schenderlein

Der Regierungsumbau von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist abgeschlossen, doch der interne Streit in der Union dauert an. Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer hat die Ablösung von Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein scharf kritisiert. „Christiane Schenderlein war eine unglaublich erfolgreiche Sportministerin“, sagte Kretschmer dem MDR. „Insofern habe ich diesen Wechsel überhaupt nicht verstanden. Ich hätte eher gesagt, Frau Schenderlein bekommt die Urkunde für das erfolgreichste Kabinettsmitglied in der Regierung Merz. Diese Veränderung, die müssen wir erst alle noch mal durchdenken und dann vielleicht verstehen.“

Kretschmers Unverständnis über den Wechsel

Am Montag wurde bekannt, dass Schenderlein nicht länger Sport-Staatsministerin im Kanzleramt bleibt. Stattdessen wechselt sie als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium. Die Nachfolge für ihren Posten ist noch ungeklärt. Bereits seit mehreren Tagen hatte es Spekulationen über die Personalie gegeben, die in den ostdeutschen Landesverbänden der CDU für massiven Unmut sorgten. Kretschmer betonte, dass man einem Regierungschef das Recht zugestehen müsse, sein Team selbst zusammenzustellen. „Jetzt gibt es eine Veränderung. Die ist sicherlich nicht so glatt gelaufen, wie man das erwarten kann. Aber jetzt gibt es diese Klarheit, und jetzt geht es hoffentlich auch wieder an die Arbeit.“

Breite Kritik an Merz‘ Personalpolitik

Doch die Kritik an Merz‘ Personalrochade beschränkt sich nicht nur auf den Fall Schenderlein. Besonders der Umgang mit Verkehrsminister Patrick Schnieder sorgt für Unmut. Die CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz geht auf offenen Konfrontationskurs zu Kanzler Merz. Auch der scheidende Staatssekretär Tino Sorge äußerte sich ungewöhnlich scharf und sprach von einer „Stilfrage“. In einer digitalen Sitzung des CDU-Vorstands wurde Merz von mehreren Mitgliedern direkt kritisiert. Kretschmer selbst bezeichnete die gesamten personellen Veränderungen als „schwierige Geschichte“. „Ich glaube, viele Menschen standen davor, haben das Ganze beobachtet und haben den Kopf geschüttelt. Ich auch.“

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Auswirkungen auf die Regierungsarbeit

Die innerparteilichen Spannungen könnten die Arbeit der Bundesregierung belasten. Merz steht vor der Herausforderung, die Loyalität der Landesverbände zurückzugewinnen, insbesondere aus Ostdeutschland. Kretschmer betonte, dass es nun darauf ankomme, dass die Regierung schnell zur inhaltlichen Arbeit zurückkehre. Die genauen Gründe für die Ablösung Schenderleins sind weiterhin unklar, was die Spekulationen über interne Machtkämpfe anheizt.

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