SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil (48) sowie Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (63) stehen in der Kritik, nachdem sie in sozialen Medien Aussagen getroffen haben, die von Kommentatoren als herablassend und unangemessen empfunden werden. Kolumnist Peter Tiede wirft den beiden Spitzenpolitikern in einem Beitrag asoziales Verhalten vor.
Klingbeils TikTok-Video: Rolex und Porsche als Tätermerkmale
In einem offiziellen Video auf TikTok zur Bekämpfung von Steuerbetrug erklärte Klingbeil: „Dann sind die Rolex und der Porsche erst mal weg.“ Diese Aussage interpretiert Tiede als pauschale Kriminalisierung von Menschen, die Luxusgüter besitzen. „Porschefahrer mit Rolex? Haltet den Dieb!“, kommentiert er sarkastisch.
Lauterbachs Tweet über Auswanderer gelöscht
Lauterbach schrieb auf X (ehemals Twitter) über junge Talente, die wegen hoher Rentenbeiträge auswandern wollten: „Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.“ Der Tweet wurde später gelöscht, mit der Begründung, er sei missverstanden worden. Tiede hält dagegen: „Was war daran nicht zu verstehen? Schnief!“
Kritik an mangelnder Beitragszahlung der Politiker
Tiede weist darauf hin, dass Lauterbach als Parlamentarier selbst nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, aber über Beitragszahler urteilt. „Herr Lauterbach, Sie leben von unserer Kohle“, schreibt er. Auch Klingbeil und Lauterbach würden später von hohen Politikerpensionen profitieren, von denen Arbeitnehmer und Selbstständige nur träumen könnten.
Steuerlast der Spitzenverdiener
Der Kolumnist führt an, dass acht Prozent der Steuerzahler mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 Euro mehr als 50 Prozent der Einkommensteuer zahlen. „Acht Prozent der Steuerzahler zahlen mehr als 50 Prozent der Einkommensteuer!“, betont er. Er fragt, wessen Geld die Politiker künftig noch ausgeben wollten, wenn sie so weitermachten.



