Berlin – Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sein Kabinett umgebaut. Laut einer INSA-Umfrage für BILD finden 41 Prozent der Deutschen diesen Schritt gut. 28 Prozent lehnen den Umbau ab. Besonders in den Regierungsparteien ist die Zustimmung hoch: 54 Prozent der SPD-Anhänger und 69 Prozent der Unionsanhänger halten die Rochade für richtig.
Neue Gesichter im Kabinett
Gesundheitsministerin Nina Warken (47, CDU) wird neue Chefin des Kanzleramts. Ihr folgt CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) als Gesundheitsminister. Der bisherige Kanzleramtsminister Thorsten Frei (52) übernimmt den Vorsitz der Unionsfraktion. Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) wird durch Steffen Bilger (47, CDU) ersetzt. Diese Personalie war zu Beginn der Umfrage noch nicht bekannt, ebenso wenig die chaotischen Umstände von Schnieders Entlassung.
Erwartungen gedämpft
Trotz der personellen Veränderungen erwarten die meisten Deutschen keinen Neustart. 50 Prozent glauben, dass die Regierung weder besser noch schlechter arbeiten wird. 19 Prozent befürchten eine Verschlechterung, 18 Prozent eine Verbesserung. Die Skepsis zeigt sich auch bei den neuen Posten: 40 Prozent der Befragten trauen sich noch kein Urteil über Linnemanns Arbeit als Gesundheitsminister zu. 36 Prozent erwarten eine eher schlechte, 24 Prozent eine eher gute Leistung.
Ähnlich fällt die Bewertung für Nina Warken aus: 41 Prozent haben keine Meinung oder machen keine Angabe, 33 Prozent rechnen mit einer eher schlechten, 26 Prozent mit einer eher guten Arbeit als Kanzleramtschefin.
Kein klares Vertrauen
Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung gespalten ist. Während die Mehrheit den Umbau grundsätzlich befürwortet, fehlt das Vertrauen in die konkreten Personalentscheidungen. Insbesondere bei Linnemann und Warken sind viele unsicher, ob sie ihre neuen Aufgaben erfolgreich meistern werden. Die Regierung steht vor großen Herausforderungen – von der Wirtschaftspolitik bis zur Gesundheitsversorgung. Ob die neuen Ministerienchefs diese bewältigen können, bleibt abzuwarten.



