Pflege: Warken reagiert auf Kritik-Tsunami – „War mir klar“
Berlin. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verteidigt ihr umstrittenes Pflegegesetz und zeigt sich unbeeindruckt von der massiven Kritik. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe erklärte sie, dass ihr die ablehnenden Reaktionen bewusst gewesen seien. „War mir klar“, sagte die Ministerin. Sie betonte, dass die Reform notwendig sei, um die Pflegeversicherung langfristig zu stabilisieren.
Ein zentraler Punkt der Kritik ist die geplante Einschränkung der Leistungen für Pflegebedürftige. Warken entgegnete, dass Angehörige weiterhin einen Teil der Pflege übernehmen müssten. Die Ministerin schlug zudem vor, die private Pflegezusatzversicherung attraktiver zu gestalten, um die finanzielle Belastung für Familien zu reduzieren. „Wir müssen Anreize schaffen, damit sich mehr Menschen privat absichern“, so Warken.
Reaktionen auf das Pflegegesetz
Die Kritik an dem Gesetz war zuvor in einem „Tsunami“ aus Protesten und Stellungnahmen von Verbänden, Opposition und Pflegeeinrichtungen laut geworden. Warken zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Reform trotz der Widerstände richtig sei. Sie verwies auf die steigenden Kosten in der Pflege und die demografische Entwicklung. Die Ministerin kündigte an, dass die Regierung in den kommenden Wochen weitere Details zur Umsetzung vorlegen werde.



