Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr zu 100 Einsätzen ausgerückt. Das teilte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) mit. Die Spezialeinheit wird bei akuten Bedrohungslagen wie Geiselnahmen, Entführungen, eskalierenden Familienstreitigkeiten oder bewaffneten Auseinandersetzungen eingesetzt.
Im Jahr 2024 waren es noch 106 Fälle, in denen die Elitebeamten von den Polizeidirektionen des Landes angefordert wurden. Die Bilanz für 2025 weise einen hohen Anteil an zeitkritischen und zugriffsorientierten Lagen aus, hieß es. Fast die Hälfte der Einsätze (46 Fälle) entfielen auf Soforteinsätze. In 69 Fällen erfolgten unmittelbare Zugriffe.
Das SEK wurde laut Innenministerium insgesamt zu 27 Bedrohungslagen, 23 Einsatzlagen mit Waffen und in fünf Fällen zu Suizidversuchen gerufen. Ein Beispiel aus dem August 2025: Nach mehrstündiger Verhandlung überwältigten Einsatzkräfte einen Mann, der seine ehemalige Lebensgefährtin und die gemeinsamen Kinder mit einem Hammer und einem Messer bedroht hatte. Dabei kam ein sogenanntes Distanz-Elektro-Impulsgerät zum Einsatz.
Die Elitebeamten bilden sich regelmäßig fort – unter anderem mit Trainings zur körperlichen Fitness sowie speziellen Übungen für unbekannte Einsatzlagen.



