Staatsanwalt Yashar G. zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt
Staatsanwalt Yashar G. zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt

Das Landgericht Hannover hat den Staatsanwalt Yashar G. zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 40-Jährige wurde wegen Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses schuldig gesprochen. Er hatte Informationen aus Ermittlungsverfahren an Drogenhändler weitergegeben und eine Razzia verraten.

Im Januar gestand G. den Großteil der ihm vorgeworfenen Taten, nachdem die Strafkammer einen Verständigungsvorschlag unterbreitet hatte. Zuvor hatte der Jurist die Vorwürfe bestritten. Er räumte neun der 14 Taten aus der Anklage der Staatsanwaltschaft Osnabrück umfassend ein. Im Gegenzug wurden weitere Anklagepunkte, darunter Strafvereitelung im Amt, auf Antrag der Staatsanwaltschaft fallen gelassen.

Die Anklage warf dem Juristen vor, zwischen Juni 2020 und März 2021 gegen Geld Interna aus Ermittlungsverfahren preisgegeben und die Drogenbande vor Durchsuchungen gewarnt zu haben. Führende Köpfe der Bande setzten sich ins Ausland ab. Mitte Februar wurde bekannt, dass einer der Beschuldigten in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen worden war.

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Ein wegen Beihilfe zur Bestechung angeklagter 42 Jahre alter Boxtrainer wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Gegen Yashar G. war bereits 2022 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, das im Oktober 2023 eingestellt wurde, weil sich der Verdacht zunächst nicht erhärtet hatte. Im Juni 2024 wurde das Verfahren wiederaufgenommen, im April 2025 begann der Prozess.

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