Startup Teens Awards 2026: Schüler-Ideen gegen Sonnenbrand, Betrug und Mathe-Angst
Startup Teens Awards 2026: Schüler-Ideen gegen Alltagsprobleme

Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler traten am 25. Juni 2026 in Berlin beim Finale der Startup Teens Awards 2026 an. Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für Jugendliche lockte in sieben Kategorien mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld. Die Ideen reichten von einem UV-Warnarmband über eine Schutzbox gegen Telefonbetrug bis hin zu einer Mathe-Lern-App.

Rekordbeteiligung und starke Finalteams

Startup-Teens-Mitgründer Hauke Schwiezer (48) sprach von Rekord-Bewerbungszahlen und den stärksten Finalteams seit Bestehen des Wettbewerbs. „Diese Projekte zeigen, wie viele junge Menschen konstruktiv an der Zukunft arbeiten“, sagte Schwiezer. Die Jury unter anderem mit Marion Horn, Vorsitzende der BILD-Chefredaktionen, bewertete die Einreichungen.

SunSight: Armband warnt vor UV-Strahlung

Angesichts eines bevorstehenden Hitze-Wochenendes mit bis zu 44 Grad und höchster UV-Warnstufe entwickelte das Team um Jonathan Tenorth (19) das Armband „SunSight“. Laut Bundesamt für Strahlenschutz erkranken in Deutschland jährlich über 300.000 Menschen neu an Hautkrebs – UV-Strahlung ist die Hauptursache. Tenorths Großmutter litt an Hautkrebs. „Uns wurde klar, dass man einen Sonnenbrand meist erst bemerkt, wenn der Schaden schon längst entstanden ist“, erläuterten die Gründer. Das Armband enthält einen speziellen Farbstoff, der sich bei hoher UV-Belastung violett färbt und später wieder durchsichtig wird. Es soll rund zwölf Euro kosten, eine Sommersaison halten und sich an verschiedene Hauttypen anpassen lassen. Das Team strebt eine baldige Serienproduktion an.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Fennec Box: KI gegen Telefonbetrug

Vincent Nack (19) entwickelte die „Fennec Box“, nachdem seine Großeltern Opfer eines Telefonbetrugs wurden. „Der Vorfall liegt zwar lange zurück, aber solche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Oft wird nur über den finanziellen Schaden gesprochen, dabei ist der psychologische Schaden mindestens genauso wichtig“, sagte Nack. Die kleine Box wird mit dem Router verbunden und analysiert Telefonate mittels künstlicher Intelligenz. Erkennt das System typische Betrugsmuster, kann es warnen, Anrufe beenden oder Angehörige per SMS informieren. Die Münchner Polizei führt bereits Gespräche mit Vincent über eine mögliche Weiterentwicklung. Sein Ziel: „Ich möchte dieses Problem wirklich lösen.“

ClcEasy: Mathe-App gegen Rechenschwäche

Der Bildungsbericht von Bund und Ländern vom Juni 2026 zeigt: Fast jeder vierte Neuntklässler verfehlt die Mathe-Mindeststandards. Ripudaman Singh (18) und seine Schwester Gurleen Kaur (16) entwickelten die App ClcEasy, die vedische Rechenmethoden auf den deutschen Lehrplan überträgt. Die Geschwister, die in Indien geboren wurden und in Italien und Deutschland zur Schule gingen, beobachteten, dass viele Mitschüler selbst bei einfachen Aufgaben zum Taschenrechner griffen. Nach acht verworfenen Ideen war Ripudaman bei ClcEasy überzeugt: „Das hat wirklich Potenzial.“ Rund 300 Schüler haben die App bereits getestet, auch die Bildungsforschung zeigt Interesse. Der Start ist für den 1. August 2026 geplant.

Startup Teens fördert Gründungsgeist

Um mehr Jugendliche zu ermutigen, hat Startup Teens eine KI- und Unternehmertum-App entwickelt, die Gründungs- und KI-Wissen vermittelt. Der Rat der jungen Gründer an Gleichaltrige: „Einfach machen!“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration