Leihmutterschafts-Debatte: CDU-Spitzenkandidat Evers mit klarer Haltung
CDU-Spitzenkandidat Evers äußert sich zu Leihmutterschaft

Stefan Evers, der neue Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl, hat sich zur aufgeflammten Leihmutterschafts-Debatte in seiner Partei geäußert. „Für mich persönlich wäre es nicht der richtige Weg“, sagte Evers am Freitag dem „Tagesspiegel“. Er sehe das ethische Spannungsfeld, in dem sich das Thema und die Frage nach einer Legalisierung der Leihmutterschaft bewegten. Er fügte aber hinzu: „Ich sage ganz ehrlich: Ich glaube, wir Männer sind die Falschen, um diese Frage zu beantworten.“

Hintergrund: Spahn und die Baby-Nachricht

Zuvor hatte Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, verkündet, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. Kritiker werfen Spahn unter anderem vor, dass er selbst als Bundesgesundheitsminister Leihmutterschaft abgelehnt habe. Die Nachricht löste eine breite Diskussion innerhalb der Union aus.

Evers: „Eine schwierige politische Debatte“

Evers, der wie Spahn homosexuell ist, sieht nun „eine schwierige politische Debatte“. Er betonte, dass die Frage der Leihmutterschaft ethisch komplex sei und nicht von Männern allein beantwortet werden könne. Evers wurde Anfang dieser Woche als neuer CDU-Spitzenkandidat bestätigt, nachdem der bisherige Kandidat und aktuelle Regierende Bürgermeister Kai Wegner aufgrund von Falschaussagen zu seinen Tätigkeiten während des Stromausfalls im Januar seinen Rückzug ankündigte.

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Reaktionen aus der Partei

Innerhalb der CDU gibt es unterschiedliche Stimmen zur Leihmutterschaft. Während einige eine Liberalisierung befürworten, lehnen andere sie aus ethischen Gründen ab. Ein erster CDU-Landesverband forderte bereits Spahns Rücktritt mit der Begründung: „Das geht überhaupt nicht.“ Die Debatte dürfte die Partei noch länger beschäftigen.

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