Rassismus-Eklat: HFC verurteilt Beleidigungen gegen Cottbus-Profi
HFC verurteilt Rassismus nach Testspiel-Abbruch

Nach dem Abbruch des Testspiels zwischen Zweitligist Energie Cottbus und dem Halleschen FC (HFC) hat sich der Regionalligist zu den rassistischen Äußerungen aus seinem Fanlager geäußert. Der Traditionsklub verurteilte das Verhalten aufs Schärfste und kündigte an, alle vereinsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Hintergrund des Eklats

Das Testspiel, das auf 120 Minuten angesetzt war, wurde in der 102. Minute abgebrochen, nachdem Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) sein Team vom Feld geführt hatte. Zuvor waren aus dem HFC-Fanblock rassistische Beleidigungen gegen Cottbus-Verteidiger King Manu (22) gefallen. Nach einem Foulspiel an der Seitenlinie direkt vor dem HFC-Block sollen Affengeräusche und Rufe wie „Bananen fressen gehen“ laut geworden sein, wie Cottbus-Präsident Sebastian Lemke der BILD schilderte.

Reaktion des Halleschen FC

Der HFC veröffentlichte auf seiner Homepage eine Stellungnahme unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus“. Darin heißt es: „Aus Teilen unseres Zuschauerbereichs heraus wurde ein Spieler des FC Energie Cottbus auf rassistische und menschenverachtende Weise beleidigt. Energie Cottbus entschied sich daraufhin verständlicherweise, das Spiel nicht fortzusetzen.“ Der Klub betonte, dass die Ereignisse dem Wertebild des Vereins widersprechen. Weiter erklärte der HFC: „Wir stehen geschlossen an der Seite des betroffenen Spielers und solidarisch an der Seite des FC Energie Cottbus. #NurZusammen setzen wir ein klares Zeichen gegen Rassismus, auf und neben dem Platz.“

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Konsequenzen und Maßnahmen

Nach dem Vorfall eilten Ordner und Polizei herbei, die Lage beruhigte sich schnell. Die Cottbuser Profis konnten die Rufer offenbar identifizieren, woraufhin zwei Anhänger des HFC von Polizisten vom Gelände geführt wurden. In der Stellungnahme des Viertligisten heißt es, dass man „vereinsrechtliche Möglichkeiten ausschöpfen und konsequente Maßnahmen ergreifen“ wolle. Der HFC kündigte an, gegen die Täter vorzugehen und weitere Schritte zu prüfen.

Stimmen zum Vorfall

Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz sagte zur BILD: „Es ist unsere Aufgabe, die Kultur der Spieler zu schützen.“ Der Testspielabbruch erfolgte, nachdem Wollitz das Spielfeld umgehend verlassen hatte. Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt 2:0 für Cottbus. Der Vorfall hat in der Fußballszene für Empörung gesorgt und erneut die Diskussion über Rassismus im Stadion entfacht.

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