Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat überraschend seinen Rückzug als Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September 2026 angekündigt. Am Nachmittag erklärte Wegner, er werde den Kreisvorsitzenden noch am Abend mitteilen, dass er von einer erneuten Spitzenkandidatur Abstand nehme. Als Grund nannte er, dass er mit den für Berlin wichtigen Themen nicht mehr durchdringen könne. Die Parteigremien müssten nun über den weiteren Fahrplan entscheiden.
Kritik an Wegner wurde immer lauter
Die Entscheidung kommt nach tagelanger öffentlicher Kritik an Wegner. Unter anderem hatte er falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement nach einem großen Stromausfall im Januar gemacht. Die CDU hatte am Vormittag kurzfristig zu einer Pressekonferenz in Charlottenburg eingeladen, was Spekulationen über eine Personalentscheidung auslöste.
Partei muss neu aufstellen
Mit dem Rückzug Wegners steht die Berliner CDU vor der Aufgabe, einen neuen Spitzenkandidaten zu küren. Die Abgeordnetenhauswahl ist für September 2026 angesetzt. Wegner machte keine Angaben dazu, ob er im Amt des Regierenden Bürgermeisters bleiben wird. Die CDU Berlin muss nun in ihren Gremien beraten, wie es personell weitergeht.



