Die Berliner Grünen fordern ein sofortiges Baumfällmoratorium für die Hauptstadt. Hintergrund ist die jüngste Hitzewelle, die den Aufenthalt im Freien für viele Menschen zur Qual machte. „Die Menschen quälen sich tagelang durch unerträgliche Hitze“ und sehnten sich nach Schatten, zeitgleich plane der Senat weiter, Bäume zu fällen, statt mehr zu pflanzen, kritisierte Bettina Jarasch, Co-Vorsitzende der Grünen. „Obwohl es immer weniger Autos in Berlin gibt und obwohl es immer heißer wird. Das lässt sich nicht sachlich erklären, das ist pure Ideologie.“
Grüne werfen Senat ideologische Politik vor
Berlin habe keine Zeit zu verlieren und könne sich die „faktenfreie Politik des schwarz-roten Senats in Sachen Klimaschutz und -anpassung nicht länger leisten“, so Jarasch weiter. Die Forderung nach einem Moratorium kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt unter den Folgen des Klimawandels leidet. Die Hitzewelle am Wochenende hatte die Diskussion um mehr Grün in der Stadt neu entfacht. Die Grünen sehen dringenden Handlungsbedarf, um die Lebensqualität in der wachsenden Metropole zu sichern.
Hitzewelle als Weckruf für Klimapolitik
Die extreme Hitze habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig Bäume für das Stadtklima seien. Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebung und verbessern die Luftqualität. „Statt Bäume zu fällen, müssen wir endlich massiv nachpflanzen“, forderte Jarasch. Der Senat müsse seine Prioritäten überdenken und den Klimaschutz ernst nehmen. Die Grünen appellieren an die Vernunft der Regierungsparteien, das Moratorium zu unterstützen.



