Heizungsförderung ab 21. Juli: Neue Regeln, weniger Zuschuss für Wärmepumpen
Heizungsförderung ab 21. Juli: Neue Regeln, weniger Zuschuss

Die neue Heizungsförderung der Bundesregierung bringt ab dem 21. Juli 2026 deutliche Änderungen mit sich. Die bisherige Förderung wurde kurzfristig ausgesetzt, was zu Verunsicherung bei Verbrauchern führt. Während Haushalte mit niedrigem Einkommen künftig mehr Zuschuss erhalten, müssen Besserverdienende mit geringeren Förderbeträgen rechnen.

Förderstopp bis 21. Juli

Die Bundesregierung hat die Förderung für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen nach altem Recht mit sofortiger Wirkung gestoppt. Grund ist die Umstellung auf ein neues Förderregime, das die KfW in ihren Antragsunterlagen abbilden muss. Die Antragsbearbeitung wird erst ab dem 21. Juli wieder aufgenommen. Diese Pause sorgt für Kritik, da sie die geplante Heizungssanierung vieler Haushalte verzögert.

Weniger Zuschuss für höhere Einkommen

Die maximal förderfähigen Kosten sinken von 30.000 auf 28.000 Euro. Der Klimageschwindigkeitsbonus wird von 20 auf 16 Prozent reduziert, der Effizienzbonus für Wärmepumpen entfällt komplett. Dadurch sinkt der maximale Zuschuss von bisher 16.500 Euro auf 12.880 Euro. Allerdings profitieren Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 30.000 Euro von einem erhöhten Einkommensbonus von 40 Prozent. Für Haushalte zwischen 40.000 und 50.000 Euro gibt es erstmals einen Einkommensbonus von 10 Prozent.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sozial gestaffelte Förderung

Alle Haushalte erhalten mindestens 30 Prozent Zuschuss auf förderfähige Kosten bis 28.000 Euro, also maximal 8.400 Euro. Voraussetzung ist, dass die Wärmepumpe in Europa hergestellt wird – sonst sinkt die Förderung um 15 Prozent. Der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent wird beim Austausch einer funktionierenden Gas- oder Ölheizung gewährt. Familien mit Kindern profitieren von um 10.000 Euro angehobenen Einkommensgrenzen.

Kritik an Vorleistungspflicht

Verbraucherschützer kritisieren, dass Haushalte mit geringem Einkommen die hohen Anschaffungskosten oft nicht vorstrecken können. Ein staatlicher Ergänzungskredit der KfW soll helfen, wird aber von den meisten Banken nicht angeboten. Laut Stiftung Warentest vermittelten 2024 nur vier Banken diesen Kredit ohne zusätzliche Bedingungen. Mehr als 20 Institute verlangen einen größeren Kredit oder den Abschluss eines eigenen Kredits. Die Finanzaufsicht Bafin sollte laut Experten prüfen, ob Banken hier gegen Verbraucherinteressen handeln.

Handlungsempfehlungen

Wer noch einen Antrag nach altem Recht bis zum 8. Juli vollständig eingereicht hat oder eine Bestätigung zum Antrag (BzA) vom Energieberater erhalten hat, kann noch die alte Förderung erhalten. Für alle anderen gilt das neue Recht ab 21. Juli. Verbraucher sollten Preise vergleichen und auch günstigere Wärmepumpen aus dem Ausland in Betracht ziehen. Pensionär Axel Friedrich kündigte eine schlüsselfertige Wärmepumpe für 21.000 Euro an.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration