Das Trinkwasser in der Haff-Region in Mecklenburg-Vorpommern ist wieder uneingeschränkt nutzbar. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hob am Montag die Abkochanordnung auf, die für rund 14.000 Bewohner mehrerer Städte und Gemeinden am Stettiner Haff gegolten hatte. Landkreissprecher Florian Stahlkopf bestätigte: „Das Trinkwasser in der Haff-Region ist wieder ohne Einschränkungen nutzbar. Entsprechende Überprüfungen haben keine Beanstandungen mehr ergeben.“
Keine Enterokokken mehr nachgewiesen
Das Gesundheitsamt des Landkreises hatte die Abkochanordnung verhängt, nachdem am Donnerstag bei einer Routinekontrolle Enterokokken im Trinkwasser festgestellt worden waren. An keiner der betroffenen Entnahmestellen seien bei den folgenden Kontrollen noch Bakterien nachgewiesen worden, erklärte der Sprecher. Daraufhin sei die Anordnung aufgehoben worden.
Betroffene Gemeinden und Städte
Die Abkochanordnung betraf rund 14.000 Einwohner in Ueckermünde, Eggesin, Hoppenwalde, Karpin, Liepgarten, Torgelow-Holländerei, Rochow und Zarowmühl. In diesen Orten musste das Trinkwasser drei Tage lang abgekocht werden, um mögliche gesundheitliche Risiken durch die Bakterien zu vermeiden.
Bereits zweiter Vorfall im Wasserwerk Eggesin
Es war nicht der erste Vorfall dieser Art im Wasserwerk Eggesin. Bereits im Februar dieses Jahres waren bei einer Kontrolle Enterokokken im Trinkwasser gefunden worden, was ebenfalls zu einer dreitägigen Abkochanordnung für etwa 14.000 Einwohner führte. Enterokokken sind Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorkommen. Erhöhte Werte im Trinkwasser können auf eine Verunreinigung mit Fäkalien hindeuten.
Ursache weiterhin unklar
Landkreissprecher Florian Stahlkopf konnte keine konkrete Ursache für die Verunreinigungen nennen – weder für den Vorfall im Februar noch für den aktuellen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er jedoch, dass in beiden Fällen dasselbe Wasserwerk betroffen gewesen sei. Die genauen Gründe für die wiederholten Belastungen blieben zunächst unklar.



