Technische Hilfeleistung: Günzburgs Retter bestehen Hitze-Prüfung
Günzburg: THL-Prüfung trotz großer Hitze bestanden

Die Feuerwehrleute aus Günzburg und Umgebung haben am vergangenen Wochenende eine anspruchsvolle Prüfung gemeistert: die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung (THL). Trotz Temperaturen von über 30 Grad Celsius zeigten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können und bestanden die Prüfung mit Bravour. Die Übung fand auf dem Gelände der Feuerwache statt, wo realistische Szenarien nachgestellt wurden.

Was wurde geprüft?

Bei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung geht es darum, die Grundfertigkeiten im Umgang mit technischem Gerät bei Verkehrsunfällen und anderen Notlagen unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmer mussten unter anderem eine verletzte Person aus einem verunfallten Fahrzeug befreien, die Einsatzstelle absichern und verschiedene Rettungsgeräte wie Spreizer und Schere fachgerecht einsetzen. Die Prüfung ist in mehrere Stufen unterteilt, die von der einfachen Grundausbildung bis zur höchsten Stufe reichen.

Laut Kreisbrandrat Michael Sailer, der die Prüfung gemeinsam mit Schiedsrichtern aus dem Landkreis abnahm, waren die Leistungen durchweg überzeugend. „Die Mannschaften haben gezeigt, dass sie auch unter extremen Bedingungen einen kühlen Kopf bewahren und ihre Aufgaben präzise ausführen können“, lobte Sailer. Die Hitze stellte eine zusätzliche Herausforderung dar, da die Einsatzkräfte in voller Schutzausrüstung arbeiten mussten.

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Starke Beteiligung aus der Region

Insgesamt traten neun Gruppen mit jeweils sechs bis acht Personen an, die aus verschiedenen Feuerwehren des Landkreises kamen, darunter auch aus Günzburg selbst. Die Teilnehmer wurden in drei Stufen geprüft: Stufe 1 für Grundkenntnisse, Stufe 2 für fortgeschrittene Fähigkeiten und Stufe 3 für die höchste Qualifikation. Alle Gruppen erreichten die geforderten Punktzahlen, einige sogar mit sehr guten Ergebnissen.

Die Vorbereitung auf die Prüfung hatte mehrere Wochen gedauert. Die Feuerwehrleute trainierten nicht nur die technischen Abläufe, sondern auch die Kommunikation und Zusammenarbeit im Team. „Gerade bei der Technischen Hilfeleistung ist es entscheidend, dass jeder Handgriff sitzt und die Abläufe wie im Schlaf funktionieren“, erklärte ein Ausbilder. Die Prüfung simuliert dabei realistische Bedingungen, wie sie bei einem schweren Verkehrsunfall auftreten können.

Hitze als zusätzliche Belastung

Die hohen Temperaturen machten die Prüfung zu einer echten Belastungsprobe. Die Teilnehmer mussten nicht nur körperlich Höchstleistungen bringen, sondern auch auf ihre eigene Sicherheit achten. Kreisbrandrat Sailer betonte, dass die Feuerwehr im Ernstfall oft unter widrigen Bedingungen arbeiten müsse. „Genau solche Übungen bereiten unsere Leute auf den Alltag vor, in dem sie häufig mit extremer Hitze, Kälte oder Nässe konfrontiert sind.“

Um die Gesundheit der Teilnehmer zu schützen, wurden die Übungen in mehreren Durchgängen absolviert, und es standen ausreichend Getränke und Schattenplätze bereit. Die Organisatoren hatten zudem einen Sanitäter vor Ort, der bei Bedarf eingreifen konnte. Trotz der Strapazen zeigten sich alle Teilnehmer hochmotiviert und zufrieden mit ihren Leistungen.

Bedeutung für die Einsatzbereitschaft

Die erfolgreiche Ablegung der Leistungsprüfung ist ein wichtiger Baustein für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in der Region. Sie dokumentiert, dass die Einsatzkräfte in der Lage sind, auch schwierige technische Rettungen sicher und effizient durchzuführen. Die Feuerwehr Günzburg sieht sich damit gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft.

Kreisbrandrat Sailer zog ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie haben bewiesen, dass sie ihre Ausbildung ernst nehmen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Die nächste Leistungsprüfung ist bereits in Planung, dann voraussichtlich unter kühleren Bedingungen im Herbst.

Anerkennung und Ausblick

Die bestandenen Prüfungen wurden mit Urkunden und Abzeichen gewürdigt, die die Teilnehmer an ihrer Uniform tragen können. Für viele war es ein emotionaler Moment, da sie monatelang trainiert hatten. Die Feuerwehr freut sich über den Zuwachs an qualifizierten Kräften und hofft, dass auch künftig viele junge Menschen den Weg in den ehrenamtlichen Dienst finden.

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Die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung ist eine von mehreren Prüfungen im bayerischen Feuerwehrwesen. Sie ergänzt die klassische Leistungsprüfung im Löscheinsatz und stellt sicher, dass die Feuerwehren auch bei technischen Hilfeleistungen wie Verkehrsunfällen oder Gebäudeeinstürzen professionell agieren können. Die Günzburger Wehr hat damit erneut unter Beweis gestellt, dass sie zu den gut ausgebildeten Einheiten im Landkreis zählt.