EU stellt Tech-Souveränitätspaket vor
Die Europäische Union plant einen bedeutenden Schritt in Richtung technologische Unabhängigkeit. Mit dem Cloud and AI Development Act und dem Chips Act 2.0 will Brüssel die Abhängigkeit von den USA und China verringern. Das Paket wurde am Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellt und zielt darauf ab, europäische Anbieter bei sensiblen Daten zu bevorzugen und die heimische Halbleiterproduktion zu stärken.
Konkrete Maßnahmen
Künftig sollen beim Verarbeiten und Speichern sensibler Daten europäische Cloud- und KI-Anbieter bevorzugt werden. Dies könnte Unternehmen wie AWS oder Microsoft betreffen, die bislang dominieren. Gleichzeitig soll der Chips Act 2.0 die Halbleiterfertigung in Europa ausbauen, um Lieferketten zu sichern.
Herausforderungen bei der Umsetzung
Technologiereporter Christof Kerkmann erklärt im Podcast, dass die Pläne zwar ambitioniert seien, aber eine schnelle Umsetzung unwahrscheinlich sei. Bürokratie und unterschiedliche nationale Interessen könnten den Prozess verzögern.
Anthropic als Taktgeber für den KI-Markt
Ein weiteres Thema ist der mögliche Börsengang von Anthropic. Laut Handelsblatt-KI-Reporterin Luisa Bomke profitiert das Unternehmen von SpaceXs Börsengang und könnte als erstes GenAI-Unternehmen an der Börse zum Taktgeber werden. Für OpenAI sei dies ein Test: „Wenn der nicht gut läuft, könnte das immense Auswirkungen auch auf die Bewertung von OpenAI und anderen Firmen haben“, so Bomke.
Auswirkungen auf den KI-Markt
Ein erfolgreicher Börsengang von Anthropic würde den gesamten KI-Sektor beflügeln, während ein Scheitern die Bewertungen vieler Unternehmen infrage stellen könnte. Die Entwicklungen werden von Investoren genau beobachtet.



