Merz: Reformen schwieriger als Wiederaufbau nach dem Krieg
Merz: Reformen schwieriger als Wiederaufbau nach Krieg

Reformen schwieriger als Wiederaufbau nach dem Krieg? Merz sorgt für Diskussionen

Berlin. In einem Interview mit dem Newsletter „Hauptstadt Inside“ der Funke Mediengruppe äußerte sich Bundeskanzler Friedrich Merz zu den Herausforderungen der aktuellen Reformpolitik. Dabei zog er einen historischen Vergleich: „Eine wohlhabende Gesellschaft zu verändern ist viel schwieriger, als ein Land nach Krieg und Zerstörung wieder aufzubauen.“ Diese Aussage stieß auf gemischte Reaktionen, insbesondere bei Familienunternehmern, die bei der Jahrestagung im Berliner Hotel Adlon anwesend waren.

Pflegereform: Ministerin Warken verteidigt Einsparungen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellte sich im Gespräch mit Dominik Bath und Jan Dörner den Fragen zur geplanten Pflegereform. Sie betonte, dass die Zahl der pflegenden Angehörigen, für die Rentenbeiträge gezahlt werden, von rund 400.000 im Jahr 2016 auf 1,6 Millionen im Jahr 2024 gestiegen sei. „Das ist jetzt leider nicht mehr in voller Höhe finanzierbar“, so Warken. Die Befürchtung einer drohenden Altersarmut für Pflegende teile sie nicht. Die Kritik an den Einsparungen beim Rentenanspruch könne sie jedoch nachvollziehen.

Kanzler privat: Einblicke aus dem Sauerland

In der neuen Folge des Podcasts „Rambo Zambo – der Merz-Podcast“ spricht Julia Emmrich mit Martin Korte, Politikchef der „Westfalenpost“. Korte, der Merz seit drei Jahrzehnten kennt, berichtet, wie der Kanzler in seiner Heimat Arnsberg-Niedereimer ankommt, wie er seine Wochenenden verbringt und welchen Einfluss Ehefrau Charlotte auf ihn hat. Die rote Klinkerfassade, Blumen im Vorgarten und freundliche Nachbarn prägen das Bild von Merz‘ Zuhause.

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Sorge um steigende AfD-Umfragewerte

Während die Regierung um Reformen ringt, wächst in der Union die Sorge um die kontinuierlich steigenden Umfragewerte der AfD. Ein Unionsgrande warnte: „Die Wölfe stehen vor der Tür.“ Man sei zwar zuversichtlich, sich auf Reformen bei Rente und Steuern einigen zu können, doch selbst bei größtmöglicher Gerechtigkeit sei wenig Begeisterung im Wahlvolk zu erwarten. Die Stimmung im Land bleibt angespannt.

Abschied von Jochen Gaugele

Zum Abschluss bedankte sich Chefredakteur Jörg Quoos bei seinem Stellvertreter Jochen Gaugele, der nach fast elf Jahren die FUNKE Zentralredaktion verlässt und zum „Kölner Stadt-Anzeiger“ wechselt. Gemeinsam hätten sie viele prägende Interviews geführt und die politische Agenda mitgestaltet.

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