Lionel Messi hat mit der argentinischen Nationalmannschaft das WM-Finale gegen Spanien mit 0:1 nach Elfmeterschießen verloren. Der 39-jährige Superstar deutete nach dem Spiel sein Karriereende an, zumindest im Nationaltrikot. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise“, schrieb Messi vor dem Finale in den sozialen Medien – Worte, die wie ein Abschied klangen.
Eine Jugendepisode, die die Fußballgeschichte verändert hätte
Eine wenig bekannte Episode aus Messis Jugend hätte den Lauf der Fußballgeschichte massiv verändern können. Im Jahr 2000 zog der damals 13-Jährige mit seinem Vater aus Rosario nach Katalonien, wo der FC Barcelona seine Behandlung mit Wachstumshormonen finanzierte und ihn in die Jugendakademie aufnahm. Dort spielte er mit den späteren spanischen Weltmeistern Cesc Fàbregas und Gerard Piqué. Seine spanischen Mitspieler versuchten, ihn zu überzeugen, für Spanien aufzulaufen. Der argentinische Verband erfuhr erst durch eine VHS-Kassette mit Spielszenen von Messis Talent und lud ihn eilig zu einem U-20-Freundschaftsspiel gegen Paraguay am 29. Juni 2004 ein. Das Einladungsfax war adressiert an „Leonel Mecci“. Messi wurde eingewechselt, erzielte nach einem Sololauf sein erstes Tor – der Rest ist Geschichte.
Das WM-Finale: Ein Spiel ohne Happy End
Im Finale am Sonntag konnte Messi nicht an seine beeindruckenden Leistungen des Turniers anknüpfen. Spanien dominierte, Argentinien schoss erst in der Verlängerung erstmals aufs Tor. Messi spazierte wie üblich, konnte das Spiel aber nicht mit seinen Geistesblitzen prägen. Selbst der Superstar wirkte hilflos, als er beim Schiedsrichter reklamierte, dass Marc Cucurella sich die Hand vor den Mund gehalten habe. Es passte ins Bild einer argentinischen Mannschaft, die nie ins Spiel fand und sich mit grenzwertiger Härte ins Elfmeterschießen retten wollte. Es war nicht das Happy End, das Messis Karriere verdient gehabt hätte.
Messi: Der größte Fußballer seiner Generation
Doch der 39-Jährige musste schon vor der WM niemandem mehr etwas beweisen. Er gewann mit Argentinien 2022 die Weltmeisterschaft sowie zwei kontinentale Titel und wurde mehrfach mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet. Daran, dass er der größte Fußballer seiner Generation war, besteht kein Zweifel. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise“, betonte Messi. Nun tritt er nach der Niederlage im WM-Finale vermutlich ab – als Legende.



