SPD-Spitzenkandidat Krach: Berlin sauber halten ist kein komplexes Projekt
Krach: Berlin sauber halten ist kein komplexes Projekt

Im Vorfeld der Berlin-Wahl hat der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach im Checkpoint-Podcast des Tagesspiegels klargemacht: „Es ist kein komplexes Projekt, die Stadt sauber zu halten.“ Mit dieser Ansage will er punkten, denn die Umfragewerte der SPD sind niedrig. Doch Krach zeigt sich kämpferisch und präsentiert klare Ziele: bezahlbares Wohnen, saubere Straßen und eine familienfreundliche Stadt. Großveranstaltungen wie Olympia, Expo und IBA möchte er nach Berlin holen.

Ein Bad in der Spree und die Liebe zu Berlin

Steffen Krach, der vor über 20 Jahren zum Studium nach Berlin kam und später als Staatssekretär für Wissenschaft arbeitete, betont: „Ich habe diese Stadt lieben gelernt.“ Nach seiner Zeit als Regionspräsident in Hannover (ab 2021) kehrte er im Sommer vergangenen Jahres als Spitzenkandidat zurück. Im Gespräch mit Checkpoint-Redakteurin Jessica Gummersbach auf dem Tempelhofer Feld verrät er, dass er sich dort statt Randbebauung auch eine Surferwelle vorstellen kann.

Krach verspricht nicht allen alles, wie er sagt. Stattdessen setzt er auf konkrete Projekte. Dazu gehören die Bewerbung um Olympia, eine Internationale Bauausstellung (IBA) und die Expo. Diese Großveranstaltungen sollen Berlin international positionieren und Impulse für die Stadtentwicklung geben.

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Bezahlbares Wohnen als zentrale Herausforderung

Ein Schwerpunkt seiner Politik ist das Thema Wohnen. Krach möchte mehr bezahlbare Wohnungen schaffen. Wie genau er das umsetzen will, erläutert er im Podcast. Dazu gehören vermutlich Maßnahmen wie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und die Begrenzung von Mietsteigerungen. Details bleiben im Interview aber vage, was typisch für Wahlkampfaussagen ist.

Die Berlin-Wahl verspricht spannend zu werden: Stefan Evers (CDU), Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) haben laut Umfragen realistische Chancen, im Roten Rathaus zu regieren. Die Checkpoint-Redaktion hat alle vier Spitzenkandidaten zu Gesprächen getroffen – an einem Ort ihrer Wahl, bei einem Getränk ihrer Wahl. Themen waren Prioritäten, die Finanzierung von Versprechen und konkrete Pläne.

Floskelbingo und Bierdeckel-Hausbau

Die Interviews sind als Sonderfolgen im Tagesspiegel-Podcast „Checkpoint“ erschienen. Neben ernsten Themen gab es auch spielerische Elemente wie Floskelbingo, Bierdeckel-Hausbau und ein Berlin-Quiz. So sollten die Kandidaten auch persönlich zeigen, wie gut sie die Stadt kennen.

Krach, der sich als pragmatischer Macher präsentiert, betont: „Ich verspreche nicht allen alles.“ Diese Aussage könnte als Abgrenzung zu Wahlkampfversprechen anderer Kandidaten verstanden werden. Ob er damit punkten kann, wird sich bei der Wahl am Jahresende zeigen.

Die SPD in Berlin steht vor einer schwierigen Ausgangslage. Doch Krach gibt sich zuversichtlich und verweist auf seine Erfahrung in der Verwaltung. Als ehemaliger Staatssekretär kennt er die Berliner Verwaltung und ihre Herausforderungen. Diese Expertise will er nun in den Wahlkampf einbringen.

Tempelhofer Feld und die Zukunft der Stadt

Auf dem Tempelhofer Feld, einem Symbol für Bürgerbeteiligung, zeigt Krach sich offen für neue Ideen. Eine Surferwelle könnte dort entstehen, wenn es nach ihm geht. Diese unkonventionelle Idee könnte bei jungen Wählern punkten, die sich eine lebendige Stadtentwicklung wünschen.

Krachs Pläne umfassen auch die Sauberkeit der Stadt. Er sieht darin kein großes Problem, sondern eine Frage der Organisation und des Willens. Mit dieser pragmatischen Haltung will er sich von politischen Mitbewerbern abheben.

Das Interview ist Teil einer Serie des Tagesspiegels zur Berlin-Wahl. Die Redaktion hat die Kandidaten nicht nur zu politischen Inhalten befragt, sondern auch persönliche Seiten gezeigt. So entsteht ein umfassendes Bild der möglichen künftigen Regierungschefs.

Die Berlin-Wahl ist eine der wichtigsten Landtagswahlen des Jahres. Die Themen Wohnen, Verkehr und Bildung dominieren den Wahlkampf. Krach setzt auf eine Mischung aus Großprojekten und alltagsnahen Verbesserungen. Ob das reicht, um die SPD an die Spitze zu führen, bleibt abzuwarten.

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Fest steht: Krach hat klare Vorstellungen und scheut keine unkonventionellen Ideen. Ob Surferwelle auf dem Tempelhofer Feld oder Olympia in Berlin – er will die Stadt voranbringen. Die Wählerinnen und Wähler werden entscheiden, ob sie ihm das zutrauen.