Hegseth weist Bericht über Raketenmangel im Irankrieg zurück
Hegseth weist Raketenmangel-Bericht zurück

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Medienbericht scharf zurückgewiesen, wonach die US-Armee im Irankrieg fast 80 Prozent ihrer Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem verbraucht habe. Auf der Plattform X schrieb er zu einem CNN-Banner: „Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch.“ Er sprach von „Fake-News-Medien“.

Hegseth kontert CNN-Bericht

Hegseth, der von der US-Regierung als „Kriegsminister“ bezeichnet wird, postete ein Foto eines Fernsehbildschirms mit der CNN-Schlagzeile und kommentierte: „That banner is NOT TRUE, @CNN. Shame on you. We don’t hate the Fake News media enough.“ Der Tweet vom 4. August 2026 sorgte für Aufsehen, da er die Glaubwürdigkeit etablierter Medien infrage stellt.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider gemeldet, dass die US-Armee während ihres fünfmonatigen Krieges gegen Iran ihre Bestände an wichtigen landgestützten Langstreckenraketen weitestgehend aufgebraucht habe. Dies schüre Sorgen über die Einsatzbereitschaft des US-Militärs für künftige Konflikte, sagten Regierungsvertreter mit Blick auf die niedrigen Lagerbestände.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Raketenbestände: Insider melden fast vollständigen Verbrauch

Bei den Raketen handelt es sich vor allem um Boden-Boden-Geschosse des Heeres, wie die Army Tactical Missile Systems (Atacms) und die neueren Precision Strike Missiles (PrSM). Die USA hätten „nahezu alle“ dieser Waffen eingesetzt, sagten zwei der Insider. Zu genauen Zahlen wollten sie keine Angaben machen. Analysten zufolge wären solche Waffen, die mehr als eine Million Dollar pro Stück kosten, auch in einem Konflikt mit China oder Russland von Bedeutung. PrSM ist eine neuere, fortschrittlichere Generation, die die Atacms mit ihrer kürzeren Reichweite ersetzen soll.

Einem Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS) von vergangener Woche zufolge wurden zwischen Februar und Juli etwa 65 Prozent der Patriot-Abfangraketen verbraucht und die THAAD-Bestände um mindestens 38 Prozent reduziert. Zwei der Insider bestätigten, dass diese Zahlen mit internen US-Daten übereinstimmten.

Trump wiegelt ab: „Haben mehr, als wir benötigen“

US-Präsident Donald Trump wies die Bedenken ebenfalls zurück. Die USA hätten „weit mehr Munition als irgendjemand sonst auf der Welt“ und „weit mehr, als wir benötigen“, hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Erklärung des Republikaners. Rüstungsunternehmen würden zudem ihre Produktion auf Rekordniveau ausweiten.

Alle Friedensbemühungen im Irankrieg führten bislang zu keinem Durchbruch. Die Langstreckenwaffen ermöglichen den USA präzise Angriffe aus sicherer Entfernung. Von den USA gelieferte Atacms spielten auch eine Schlüsselrolle im Krieg in der Ukraine und ermöglichten es den ukrainischen Streitkräften, Ziele in Russland anzugreifen.

Der Streit über die Raketenbestände kommt zu einem Zeitpunkt, da die USA seit fünf Monaten Ziele in Iran beschießen – mal mehr, mal weniger intensiv. Die Materialschlacht scheint sich nach jüngsten Meldungen auch in den Waffenlagern der US-Armee bemerkbar zu machen. Pentagon-Sprecher hatten bereits zuvor betont, die Vorräte seien ausreichend. Hegseths scharfe Reaktion zeigt jedoch, wie sensibel das Thema in der US-Regierung ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration