US-Marine versenkt eigenes Schiff mit Kamikaze-Drohne
US-Marine versenkt eigenes Schiff mit Kamikaze-Drohne

Die US-Marine hat bei einer gigantischen Militärübung im Pazifik erstmals unbemannte Drohnenboote eingesetzt, um ein ausgemustertes Kriegsschiff zu versenken. Die als Kamikaze-Drohnen konzipierten Wasserfahrzeuge trafen das Ziel präzise und ließen es innerhalb weniger Minuten sinken.

Erstmaliger Einsatz von unbemannten Kamikaze-Booten

Nach Angaben der US-Marine handelte es sich um den ersten erfolgreichen Einsatz solcher unbemannten Überwasserschiffe (USVs) in einem Sink-Übungsszenario. Die Drohnenboote sind mit Sprengköpfen ausgestattet und können autonom oder ferngesteuert operieren. Sie sollen künftig feindliche Schiffe angreifen, ohne dass eigene Soldaten in Gefahr geraten.

Die Übung fand im Rahmen eines groß angelegten Manövers statt, an dem mehrere Dutzend Schiffe und tausende Soldaten beteiligt waren. Die genaue Bezeichnung des versenkten Schiffs wurde nicht bekannt gegeben, es handelte sich jedoch um einen außer Dienst gestellten Zerstörer.

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Strategische Bedeutung für den Pazifik

Die Demonstration dieser Fähigkeit erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit China. Peking hat seine eigene Flotte massiv ausgebaut und setzt vermehrt auf asymmetrische Waffensysteme. Die US-Marine signalisiert mit diesem Manöver, dass sie im Pazifik technologisch überlegen bleibt.

Experten sehen in den Kamikaze-Drohnenbooten eine kosteneffiziente Alternative zu teuren Marschflugkörpern. Ein einzelnes unbemanntes Boot kann für einen Bruchteil des Preises einer Rakete gefertigt werden und dennoch ähnliche Schäden verursachen.

Reaktionen und Ausblick

Die US-Marine betonte, dass derartige Systeme in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen werden. „Wir erleben einen Paradigmenwechsel in der Seekriegsführung“, sagte ein Sprecher. Die Drohnenboote könnten in Schwärmen operieren und so die Abwehrsysteme gegnerischer Schiffe überwältigen.

Kritiker warnen vor einer neuen Rüstungsspirale. Auch andere Nationen wie Russland und Iran entwickeln bereits ähnliche Waffen. Die USA planen, die Technologie weiterzuentwickeln und bis 2030 vollständig in die Flotte zu integrieren.

Das versenkte Kriegsschiff diente letztlich als Testobjekt für die neue Waffengattung. Die Erkenntnisse aus dem Manöver fließen nun in die weitere Konzeption der US-Marine ein.

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