Frühstartrente: Zehn Euro monatlich vom Staat für jedes Kind ab 2026
Frühstartrente: Zehn Euro monatlich vom Staat für Kinder

Die Frühstartrente nimmt konkrete Formen an: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat den Gesetzentwurf zur Einführung einer staatlich geförderten Altersvorsorge für Kinder in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung gegeben. Das Finanzministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen entsprechenden Bericht der Funke Mediengruppe. Der Gesetzentwurf liegt der dpa vor.

Was die Frühstartrente vorsieht

Kern der Regelung ist, dass der Bund künftig für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlt. Das angesparte Kapital soll frühestens nach Vollendung des 65. Lebensjahres ausgezahlt werden. Eltern können das Depot bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen oder in eine öffentliche Kapitalanlage einzahlen. Zuzahlungen von bis zu 6.840 Euro pro Jahr sind möglich. Die Erträge bleiben bis zum Auszahlungsbeginn steuerfrei.

Starttermin und Zielgruppe

Die Frühstartrente soll rückwirkend zum 1. Januar 2026 für den Geburtsjahrgang 2020 starten. Ab dem kommenden Jahr soll jeweils der Jahrgang der dann Sechsjährigen hinzukommen. Ein Antrag ist nicht erforderlich. „Heute hängt das viel zu oft davon ab, ob die Eltern hohe Einkommen oder Vermögen haben“, sagte Klingbeil den Funke-Medien. Diese Ungleichheit setze sich dann oft bis ins Alter fort. „Das wollen wir ändern.“

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Soziales Ziel und Kosten

Erklärtes Ziel der Koalition ist es, auch Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zur privaten Altersvorsorge zu erleichtern. Die Kosten für den Staat werden auf mehrere Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Die genauen Auswirkungen auf den Bundeshaushalt sind noch Teil der Ressortabstimmung.

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