Nach Insolvenz: Sechs Hotels in Mecklenburg-Vorpommern wieder voll buchbar – Investoren zeigen Interesse
Sechs Hotels in MV nach Insolvenz wieder buchbar – Investorengespräche

Nach Insolvenz: Sechs Hotels in Mecklenburg-Vorpommern wieder voll buchbar – Investoren zeigen Interesse

Für Angestellte, Gäste und Gläubiger der insolventen Hotels der Revo Hospitality Group in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ermutigende Entwicklungen. Europas größter Hotelbetreiber hat mitgeteilt, dass die Geschäftsbetriebe der betroffenen Häuser erfolgreich stabilisiert werden konnten. Die Hotels bleiben geöffnet und können uneingeschränkt gebucht werden, nachdem es zuvor eine kurze Unterbrechung gegeben hatte.

Insolvenzgeld bewilligt und Gehälter ausgezahlt

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Insolvenzgeld bis einschließlich März genehmigt, wodurch die Januar-Gehälter der Mitarbeiter ausgezahlt werden konnten. Auf Buchungsplattformen wie booking.com sind alle insolventen Hotels nach einigen Tagen Unterbrechung wieder verfügbar. Dies betrifft in Mecklenburg-Vorpommern sechs Standorte, darunter das Intercity Hotel Schwerin direkt am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt.

Betroffene Hotels in Mecklenburg-Vorpommern

  • Intercity Hotel Schwerin
  • Hotel Schloss Neustadt-Glewe
  • Aedenlife Hotel & Resort Rügen in Trent
  • Vienna House Easy by Wyndham Sonne Rostock
  • Vienna House Easy by Wyndham Baltic Stralsund
  • Townhouse Wismar Vagabond Club

Diese Häuser empfangen weiterhin Gäste und arbeiten im normalen Betrieb, was für Kontinuität in der regionalen Tourismusbranche sorgt.

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Investorengespräche laufen – Verwalter zeigen Zuversicht

Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser von GT Restructuring, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Benedikt de Bruyn zum Geschäftsführer der insolventen Gesellschaften berufen wurde, äußert sich optimistisch. „Seit Anmeldung der Insolvenz vor rund zwei Wochen haben wir zahlreiche Gespräche mit Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern geführt und Abläufe neu geordnet“, erklärt Geiser. Nahezu alle Beteiligten unterstützten eine nachhaltige Sanierung, um die wirtschaftlichen Probleme bis zum Sommer zügig zu lösen.

Dr. Benedikt de Bruyn ergänzt: „Wir erhalten zahlreiche Anfragen von Investoren und führen bereits erste Gespräche.“ Sowohl bestehende als auch neue Partner zeigten Interesse an den Hotels und wollten sich engagieren. „Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, die Gesellschaften wieder solide und wettbewerbsfähig aufzustellen, damit sie zeitnah die Eigenverwaltung verlassen können“, so de Bruyn.

Ursachen der Insolvenz und Expansion der Gruppe

Die Revo Hospitality Group mit Sitz in München hatte Mitte Januar beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg für rund 140 Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Insgesamt betreibt die Gruppe 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern. Die finanzielle Schieflage resultiert vornehmlich aus gestiegenen Lohnkosten, der Anhebung der Mindestlöhne sowie höheren Ausgaben für Mieten, Energie und Lebensmittel.

Zudem hat die schnelle Expansion zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen geführt. Die Gruppe, die bis zum vergangenen Jahr noch als HR-Group tätig war, hat ihre Hotelzahl seit 2020 von 50 auf 250 verfünffacht. Diese rasche Wachstumsstrategie trug maßgeblich zu den aktuellen Herausforderungen bei.

Die Stabilisierung der Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern und die laufenden Investorengespräche deuten auf eine positive Wendung hin, die nicht nur für die betroffenen Hotels, sondern auch für die regionale Wirtschaft von Bedeutung ist.

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