Dennis Schröder startet Basketball-Serie LGCY in Berlin
Schröder startet Basketball-Serie LGCY in Berlin

Dennis Schröder startet an diesem Samstag in Berlin die Basketball-Serie LGCY. Die Premiere findet in der ausverkauften Uber Eats Music Hall statt. Die Serie soll den Basketball mit innovativen Regeln und einer stärkeren Verbindung zur Musik- und Jugendkultur neu definieren.

Was ist LGCY und wer ist beteiligt?

LGCY steht für „Legacy“ (Vermächtnis). Schröder selbst sowie seine Nationalmannschaftskollegen Franz Wagner, Andreas Obst und Isaac Bonga treten mit eigenen Teams an. Das Projekt wurde vom Gründerteam um Basketball-Funktionär Philipp Dembowski, Rapper Jalil Berkholz und Yoran Henzler (Icon League) entwickelt. Im Gegensatz zu Fußball-Formaten wie der Baller League oder Icon League konzentriert sich LGCY auf aktive Profis, nicht auf ehemalige Spieler oder Amateure.

Regeln und Besonderheiten

Gespielt wird auf einem digitalen Glasboden, der zusätzliche Einblendungen wie einen Vierpunktspot ermöglicht. Die Spielzeit beträgt viermal fünf Minuten – deutlich kürzer als in der BBL (viermal zehn Minuten) oder NBA (viermal zwölf Minuten). Es gibt weniger Pausen, eine Angriffsuhr von 20 statt 24 Sekunden, und Dunks zählen drei statt zwei Punkte. Gespielt wird im klassischen Fünf-gegen-Fünf.

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Termine und Hintergrund

Nach dem Start in Berlin folgt am 9. August eine Show in München. Dazwischen gibt es in der kommenden Woche ein Streetball-Event in Schröders Heimat Braunschweig. Die Serie ist zunächst als Sommerpausen-Event konzipiert, könnte aber angesichts der vollen Terminkalender 2027 (WM in Katar) und 2028 (Olympia in Los Angeles) in den Folgejahren schwieriger zu realisieren sein. Schröder will mit LGCY vor allem ein junges Publikum ansprechen und den Sport populärer machen.

Reaktionen aus der Basketball-Szene

NBA-Legende Shaquille O'Neal unterstützt das Projekt: „Die Legacy Series ist die Zukunft des Basketballs“, sagte der viermalige NBA-Champion. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz zeigte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur grundsätzlich positiv: „Grundsätzlich zeigt sich, dass das gesamte Basketball-Ökosystem wächst und gedeiht. Im Handball gibt es so etwas nicht. Es wird experimentiert. Ich finde es prinzipiell positiv.“ Zugleich räumte er ein, dass man sich bei der BBL noch unsicher sei, „ob das unser Bier ist oder nicht“. Die Bundesliga hat weiterhin mit Herausforderungen im umkämpften deutschen Sportmarkt zu kämpfen, trotz der Erfolge von Schröders Nationalteam.

Ausstrahlung und mediale Begleitung

Die Partien der BBL sind beim Pay-TV-Sender Dyn zu sehen; die Öffentlich-Rechtlichen können zwölf Spiele zeigen. LGCY wird voraussichtlich über soziale Medien und Streaming-Plattformen verbreitet. Die Veranstalter setzen auf eine enge Verbindung zur Musik- und Hip-Hop-Kultur, um die Zielgruppe zu erreichen.

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