Schweizer Ski-Star Roland Collombin im Alter von 72 Jahren gestorben
Ski-Legende Roland Collombin ist tot

Roland Collombin: Der "wilde Hund" der Schweizer Skipiste ist tot

Die Schweiz trauert um eine ihrer größten Ski-Legenden: Roland Collombin ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Der zweifache Olympia-Medaillengewinner und mehrfache Weltcup-Sieger galt als einer der kühnsten und talentiertesten Abfahrtsläufer seiner Generation. Wie sein langjähriger Weggefährte und Skirennfahrerkollege Bernhard Russi bestätigte, erlag Collombin am vergangenen Wochenende den Folgen einer schweren Erkrankung.

Eine Karriere voller Erfolge und Risiken

Collombin, geboren am 17. Dezember 1951 in Versegères im Kanton Wallis, feierte seine größten Erfolge in den frühen 1970er-Jahren. Bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo gewann er die Silbermedaille in der Abfahrt – nur 0,05 Sekunden hinter dem Schweizer Sieger Bernhard Russi. Vier Jahre später in Innsbruck holte er Bronze. Insgesamt siegte er in sieben Weltcup-Abfahrten und gewann 1973/74 die Disziplinenwertung. Sein riskanter Fahrstil brachte ihm den Spitznamen "der wildeste Hund auf der Piste" ein.

Doch Collombins Karriere war auch von schweren Stürzen überschattet. 1975 erlitt er bei einem Trainingssturz in Val-d'Isère eine schwere Hirnverletzung, die ihn zu einer langen Pause zwang. Nach seinem Comeback stürzte er 1977 erneut schwer in Laax und beendete daraufhin seine aktive Laufbahn. Insgesamt erlitt er während seiner Karriere über 30 Knochenbrüche.

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Leben nach dem Spitzensport

Nach dem Rücktritt zog sich Collombin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er arbeitete als Skilehrer und betrieb ein kleines Hotel im Wallis. In den letzten Jahren lebte er zurückgezogen in seinem Heimatdorf. Freunde beschrieben ihn als bescheidenen und humorvollen Menschen, der das Leben in vollen Zügen genoss. "Roland war nicht nur ein überragender Abfahrer, er beherrschte auch eine andere Kunst: das Leben", würdigte ihn der ehemalige Schweizer Skirennfahrer Peter Müller.

Collombin hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Die Schweizer Skiverband (Swiss-Ski) würdigte ihn in einer Mitteilung als "einen der mutigsten und charismatischsten Athleten, die der Schweizer Skisport je hervorgebracht hat". Seine Erfolge und sein unvergesslicher Fahrstil werden in der Skiwelt unvergessen bleiben.

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