Der FC Bayern München hat am Sonntag um 12.35 Uhr Ortszeit (MEZ+7) auf der südkoreanischen Insel Jeju gelandet. Es ist der erste Halt der diesjährigen Summer Tour – und für viele Stars eine ungewohnte Umgebung. Statt in Metropolen wie New York, Tokio oder Singapur geht es diesmal auf eine Vulkaninsel, die vor allem als Hochzeitsdestination bekannt ist. Bis zum 5. August bleibt der deutsche Rekordmeister dort, ehe die Reise für drei Tage nach Hongkong weiterführt.
Warum die Reise nach Jeju führt
Seit 2014 absolvieren die Münchner im Rahmen der Saisonvorbereitung regelmäßig solche Sommer-Reisen. In den vergangenen Jahren führten diese Touren nach New York, Tokio, Singapur und 2025 nach Seoul. Dieses Jahr steht Jeju auf dem Plan – und das hat handfeste Gründe. Der ortsansässige Erstligist Jeju SK kooperiert mit der Bayern-Marke über das Joint Venture „Red&Gold“, das der FC Bayern gemeinsam mit dem Los Angeles FC betreibt. Gegründet wurde die Partnerschaft bereits 2023.
Jejus Trainer Sérgio Costa, von 2018 bis 2022 Co-Trainer der südkoreanischen Nationalelf und seit Dezember 2025 Chefcoach von Jeju SK, beschreibt die Zusammenarbeit: „Bei unserer Zusammenarbeit mit Bayern geht es vor allem um den Austausch über die Entwicklung von jungen Spielern und das Management unserer Vereine in Bereichen wie dem Scouting.“
Das Programm: Training in Jeju und Testspiel am 4. August
Um die Kooperation zu intensivieren, wird der FC Bayern auf dem Vereinsgelände von Jeju SK trainieren. Höhepunkt wird das Testspiel am 4. August im World Cup Stadium von Jeju sein. Dazu kommen zahlreiche Marketing- und Werbetermine, die typisch für die Tour sind.
Personallage: Ohne Kane, Olise, Upamecano und vier Verletzte
Für die Fans gibt es jedoch einen Wermutstropfen: Die Superstars Harry Kane (33), Michael Olise (24) und Dayot Upamecano (27) sind nach ihren langen WM-Einsätzen nicht mit nach Asien gereist. Auch die verletzten Jamal Musiala (23), Serge Gnabry (31), Lennart Karl (18) und Alphonso Davies (25) blieben in München, um ihre Reha unter optimalen Bedingungen fortzusetzen.
Neuzugang Ismael Saibari, im Sommer für rund 50 Millionen Euro aus Eindhoven gekommen, arbeitet seit Samstag in München an seinem Comeback. Er hatte sich im WM-Achtelfinale gegen Kanada (3:0) eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Die Reisegruppe angeführt von Manuel Neuer (40) kann sich dennoch auf ein attraktives Programm freuen.
Natur und Kultur: Vulkan Hallasan und Haenyeo-Taucherinnen
Jeju ist zwar klein – rund 1850 Quadratkilometer und weniger als 700.000 Einwohner –, aber landschaftlich außergewöhnlich. Die Vulkaninsel wurde 2007 mit dem Vulkan Hallasan, einem Lava-Röhrensystem und einer Landerhebung zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. International bekannt sind auch die „Haenyeo“, Taucherinnen, die mithilfe einer speziellen Atemtechnik bis zu vier Minuten ohne sonderliche Ausrüstung unter Wasser bleiben. Für viele Südkoreaner ist Jeju daher das klassische Ziel für die Flitterwochen.
Auch Jeju-Coach Costa schwärmt von der Insel: „Die Schönheit dieser Insel ist etwas, das die Spieler und Mitarbeiter von Bayern womöglich nie vergessen werden. Und auch auf unserem Vereinsgelände werden sie beste Voraussetzungen haben, um gut zu trainieren und schöne Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.“
Weiterreise nach Hongkong und der Blick auf den Saisonstart
Am 5. August geht es für den FC Bayern weiter nach Hongkong. Dort steht am 7. August ein Testspiel gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa an. Schon in derselben Nacht bricht der Tross zum Flughafen auf, der Rückflug nach München startet am Morgen des 8. August.
Zurück in Deutschland warten zwei letzte Tests: Am 15. August trifft die Mannschaft von Vincent Kompany im Telekom-Cup in der Allianz Arena auf RB Leipzig, am 18. August folgt ein Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim. Die erste Pflichtspiel-Premiere der Saison steigt bereits am 22. August: In Dortmund geht es im Supercup gegen den BVB.



