Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bestätigte, dass ihr ein unaufgefordertes Angebot für ein Fremdkapital-Modell auf Ebene des Ligaverbands vorliegt. Über die genaue Höhe des Angebots machte die DFL keine Angaben. Die „Bild“-Zeitung berichtete jedoch, dass der US-Finanzriese Apollo Global Management einen Kredit von mindestens einer Milliarde Euro anbietet, besichert durch die nationalen Medienrechte der Bundesliga.
Hintergrund des Angebots
Laut DFL fand bereits im Juni auf Einladung von Apollo Sports in New York City ein informeller Austausch zwischen Vertretern von Apollo, Bundesliga-Gremien und einigen Clubs statt. Die DFL betonte: „Es ist zutreffend, dass der Bundesliga ohne Aufforderung ein Angebot für ein Fremdkapital-Modell auf Ebene des Ligaverbands vorgelegt wurde.“ Die Liga habe daraufhin in Abstimmung mit den Gremien eine allgemeine, grundsätzliche Prüfung des Angebots und der rechtlichen Machbarkeit eingeleitet.
Bisherige Investitionen und strategische Schritte
Um Investitionsvorhaben der Bundesliga-Gruppe zu stützen, hatte die DFL zuletzt einen strategischen Rückbehalt aus den Medienerlösen gebildet und eine Partnerschaft mit Adidas abgeschlossen. Diese Maßnahmen zeigen, dass die Liga kontinuierlich nach Finanzierungsmodellen sucht, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit möglichen Modellen wird von den Gremien vorangetrieben.
Bedeutung für die Zukunft der Bundesliga
Ein möglicher Kredit in Milliardenhöhe könnte der Bundesliga erhebliche finanzielle Spielräume eröffnen, etwa für Digitalisierung, Internationalisierung oder Infrastruktur. Allerdings sind die Konditionen und die langfristigen Auswirkungen auf die Vereinsautonomie noch unklar. Die DFL prüft das Angebot derzeit rechtlich und wirtschaftlich. Sollte es zu einer Annahme kommen, wäre dies ein signifikanter Schritt in der Finanzierungsstrategie der Liga, die traditionell auf Mitglieder- und Vereinsbeteiligung setzt.



