Die deutsche U20-Handball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Rumänien ihren fünften Sieg im fünften Spiel gefeiert. Gegen die Färöer setzte sich der DHB-Nachwuchs am Dienstag mit 34:30 (19:17) durch und bleibt damit auf Medaillenkurs. Bundestrainer Martin Heuberger (62) musste seine Talente allerdings erneut wachrütteln, nachdem die erste Halbzeit erneut enger verlief als nötig.
Schwacher Start mit frühem Rückstand
Die Partie begann kurios: Deutschland verlor gleich dreimal im Angriff den Ball durch Ausrutschen, Tipp- oder Schrittfehler. Zudem wurden drei Siebenmeter verworfen. Die Färöer, ein Außenseiter mit nur 55.000 Einwohnern, nutzten dies eiskalt aus und gingen schnell mit 5:1 in Führung (7. Minute). Heuberger reagierte sofort mit einer Auszeit und sprach deutliche Worte an sein Team. Nach dieser Ansprache verbesserte sich die Leistung der deutschen Mannschaft merklich.
Aufholjagd und Führungsausbau
Nach 20 Minuten gelang der Ausgleich zum 10:10. Anschließend übernahm der DHB-Nachwuchs die Führung und baute diese bis zur 44. Minute auf 26:21 und fünf Tore Vorsprung aus. Die Färöer ließen sich jedoch nicht abschütteln und verkürzten auf 29:26 (52. Minute). Heuberger musste seine Spieler mehrfach aus der Komfortzone holen, um den Sieg zu sichern. Am Ende brachten die Deutschen den 34:30-Erfolg nach Hause.
Erfolgsrezept: Heubergers Weckruf
Offenbar gehört der Weckruf von Heuberger inzwischen zum deutschen Erfolgsrezept. Die Mannschaft zeigte sich nach den deutlichen Ansprachen des Bundestrainers stets verbessert und fand rechtzeitig den richtigen Rhythmus. Bester Werfer der Deutschen war Tom Koschek mit sieben Toren, gefolgt von Bennet Strobel mit fünf Treffern. Strobel, Sohn des langjährigen Balinger Mannschaftskapitäns und Geschäftsführers Wolfgang Strobel (43), wurde als bester Spieler des Spiels ausgezeichnet.
Medaillenambitionen untermauert
Mit dem fünften Sieg im fünften Spiel untermauert die deutsche U20-Nationalmannschaft ihre Ambitionen auf Edelmetall bei der EM in Rumänien. Der DHB-Nachwuchs marschiert weiter verlustpunktfrei Richtung Viertelfinale und zeigt sich trotz zwischenzeitlicher Schwächen als ernsthafter Medaillenkandidat.



