Zehn Tage lang haben die Profis von Eintracht Frankfurt im bayerischen Grassau am Chiemsee geschwitzt. Jetzt ist das Trainingslager beendet – und die ersten Weichen für die kommende Saison sind gestellt. Trainer Adi Hütter (56) zeigt sich in der Öffentlichkeit noch zurückhaltend, will keine voreiligen Festlegungen treffen. Doch im exklusiven Gewinner-und-Verlierer-Check von BILDplus wird deutlich, wer aktuell die besten Karten hat, um in der Startelf zu stehen.
Der Ort des Geschehens: Grassau am Chiemsee
Die Wahl fiel auf das malerische Grassau im Chiemgau. Auf dem Gelände des dortigen Sportzentrums bereitete sich die Mannschaft zehn Tage lang akribisch auf die bevorstehenden Aufgaben vor. Die Infrastruktur in Grassau bietet optimale Bedingungen: kurze Wege, professionelle Trainingsplätze und eine ruhige Atmosphäre. Für die Frankfurter war es die ideale Basis für ein intensives Programm mit zwei bis drei Einheiten pro Tag.
Doch nicht nur die körperliche Fitness stand im Fokus. Auch taktische Details wurden erarbeitet. Hütter ließ verschiedene Systeme einüben und testete dabei zahlreiche Spieler in unterschiedlichen Positionen. Das Training war geprägt von hoher Intensität und einem klaren Plan. Die Spieler mussten lernen, schnell zwischen den Systemen zu wechseln – ein Anspruch, der längst nicht jedem gelingt.
Adi Hütter: Beobachten statt festlegen
Der österreichische Coach ist für seine akribische Arbeitsweise bekannt. In Grassau beobachtete er jedes Detail, Notizblock in der Hand, analysierte Bewegungen, Pässe und Laufwege. Auf öffentliche Aussagen über den internen Konkurrenzkampf verzichtet er jedoch. Der Coach will es sich offen halten, welche Spieler in der Startelf stehen. Hütter möchte den Druck im Kader hochhalten und jedem Spieler die Chance geben, sich in den kommenden Testspielen zu empfehlen.
Diese Haltung kommt nicht überraschend: Der 56-Jährige ist für seine flexible Personalpolitik bekannt. Er beurteilt Spieler nach Leistung und nicht nach Status. Das macht die Situation für die Profis kalkulierbar, aber auch fordernd. Wer nicht im Training überzeugt, hat schnell das Nachsehen.
Die Gewinner: Diese Spieler haben sich empfohlen
In der BILDplus-Analyse werden jene Profis hervorgehoben, die im Trainingslager am Chiemsee besonders auf sich aufmerksam machen konnten. Sie haben die hohen Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen und sich damit einen Vorteil im Kampf um einen Platz in der ersten Elf verschafft. Dazu zählen Spieler, die in den internen Testspielen überzeugten oder im taktischen Gefüge immer wieder als Lösungen auftauchten.
Die Bewertung basiert auf Beobachtungen des Trainerteams, Statistiken sowie dem Eindruck der Berichterstatter vor Ort. Ein entscheidender Faktor ist die Konstanz in den zehn Tagen. Wer nur einmal glänzt, landet nicht automatisch auf der Gewinnerseite. Es geht um die über die gesamte Dauer gezeigte Leistung.
Die Verlierer: Wer zurückfallen könnte
Auch die andere Seite wird im Check beleuchtet. Als Verlierer gelten jene Akteure, die den Anforderungen nicht vollständig gerecht wurden. Das kann verschiedene Ursachen haben: körperliche Defizite, Probleme in der Umsetzung der taktischen Vorgaben oder einfach die große Konkurrenz auf der eigenen Position. Für sie gilt es, in den nächsten Wochen ein starkes Comeback zu schaffen, um den Anschluss an die Stammelf nicht zu verlieren.
Die Übergänge sind allerdings fließend. Ein Spieler, der heute als Verlierer gehandelt wird, kann sich bereits im nächsten Testspiel in die Gewinnerrolle spielen. Genau diese Dynamik macht die Vorbereitungszeit so spannend.
Die nächsten Schritte für Eintracht Frankfurt
Nach dem Trainingslager wartet auf die Mannschaft ein straffes Programm. Testspiele stehen an, und die Vorbereitung auf den Pflichtspielauftakt läuft auf Hochtouren. Trainer Hütter wird die Erkenntnisse aus Grassau nutzen, um die Startformation zu formen. Doch Entscheidungen will er sich bis kurz vor dem ersten Saisonspiel vorbehalten.
Der BILDplus-Check liefert bereits jetzt eine wichtige Orientierung. Er zeigt auf, wo die Schwerpunkte in den letzten Vorbereitungswochen liegen müssen. Die Frankfurter Fans dürfen gespannt sein, wie sich das Team präsentiert und welche der Hoffnungsträger ihre Ausgangslage weiter verbessern können. Sicher ist: Die interne Konkurrenz belebt das Geschäft.



