Union-Trainerin Eta: Von Olise und Robbens inversen Tricks inspiriert
Eta: Olise und Robben als Vorbild für Union-Frauen

Die Frauen-Weltmeisterschaft ist abgeschlossen, nun richtet sich der Fokus voll auf die neue Bundesliga-Saison. Für Marie-Louise Eta (35), die als erste Cheftrainerin der Männer-Bundesliga Geschichte schrieb, beginnt ein neues Kapitel: Sie will die Union-Frauen nach einer soliden Premieren-Saison (Platz 9) auf das nächste Level heben. Inspiration holte sie sich dabei auch bei der WM.

Eta über WM-Trends: Inverses Spiel von Olise und Robben

„Bei vielen Mannschaften konnte man sich etwas abschauen. Vieles davon war allerdings nicht völlig neu. Das gab es damals bei Arjen Robben und jetzt auch bei Michael Olise. Spieler, die rechts spielen und mit dem verkehrten Fuß auf der Seite agieren. Heute sagt man ja dazu invers. Dieses Nach-innen-Ziehen, gerade gegen tief stehende Gegner, und dann im Eins-gegen-eins die Abwehr zu überspielen und Situationen zu lösen. Ich finde, das ist etwas, das sich in den letzten Jahren noch einmal ein bisschen mehr herauskristallisiert hat“, erklärte Eta.

Kaderverstärkung und Integration in Neuruppin

Eta steht für aktiven, intensiven Offensivfußball mit mutigen Pässen. Dafür wurde der Kader gezielt verstärkt: Leela Egli (19), Lisanne Gräwe (23), Jill Janssens (22), Nelly Smolarczyk (19) und Jella Veit (21) sollen noch mehr Qualität bringen. Im Trainingslager in Neuruppin (Brandenburg) geht es nun darum, die Neuzugänge schnell zu integrieren. Dabei setzt Eta auf einen Faktor, der auch bei der WM häufig über Erfolg und Misserfolg entschied: mannschaftliche Geschlossenheit.

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„Das Schöne an der WM war für mich auch, dass man gesehen hat, wie viel mannschaftliche Geschlossenheit und eine gute defensive Stabilität bewirken können, um gute Ergebnisse zu erzielen. So konnte die eine oder andere Nation durchaus überraschen, obwohl wir das vorher vielleicht nicht unbedingt erwartet hätten. Gerade den vermeintlich größeren Teams haben sie es dadurch sehr schwer gemacht, weil sie einfach als Mannschaft gut funktioniert haben“, so Eta.

Nächster Härtetest gegen den Hamburger SV

Am Samstag, den 25. Juli um 15 Uhr, steht für Union der nächste Härtetest an. Im Volksstadion Neuruppin geht es gegen den Hamburger SV. Dann wird sich zeigen, wie viel Eta bereits auf ihre neue Mannschaft übertragen konnte.

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