Mit einem großen Fanfest hat Hertha BSC seine Anhänger auf die neue Saison eingestimmt. Einen Tag nach dem siegreichen Testspiel beim Nordost-Meister 1. FC Lok Leipzig (3:1) präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl im Berliner Olympiapark locker und entspannt den Fans. Nach dem Start des Fußball-Turniers der offiziellen Fanclubs wurde das Team öffentlich vorgestellt und auch teilweise interviewt. Danach stand der Zweitligist für eine Autogrammstunde bereit.
Elf Abgänge, null externe Neuzugänge
Nach dem Verlust vieler Leistungsträger wie Fabian Reese, Kennet Eichhorn oder Michael Cuisance sowie acht weiteren Abgängen haben die Berliner noch immer keinen externen Neuzugang präsentiert. Insgesamt elf Spieler haben den Verein verlassen, darunter auch Stammkräfte. Die Transferbilanz ist bislang einseitig: kein einziger externer Zugang steht im Kader. Vor dem Trainingslager im österreichischen Kitzbühel vom 17. bis 26. Juli hofft Trainer Leitl noch auf Verstärkung, ehe es am 7. August (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) beim VfL Bochum in die neue Saison geht.
Club bittet um Geduld
„Wir brauchen jetzt nicht über Auf- oder Abstieg sprechen, sondern das ist der Kader, der aktuell zur Verfügung steht“, hatte Leitl schon beim Trainingsstart gesagt. Geändert hat sich daran bislang nichts. Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich sowie Sportdirektor Benjamin Weber baten die Fans um Geduld und stimmten sie auf einen langen Transfersommer bis Ende August ein. Die Verantwortlichen betonten, dass man an Verstärkungen arbeite, aber Qualität vor Schnelligkeit gehe. Die Fans reagierten verhalten, zeigten aber Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage des Clubs.
Blick auf die Saison
Hertha BSC startet am 7. August beim VfL Bochum in die Zweitligasaison. Bis dahin muss der Kader nicht nur personell ergänzt, sondern auch eingespielt werden. Das Trainingslager in Kitzbühel bietet die Gelegenheit, neue Spieler zu integrieren – sofern sie bis dahin verpflichtet werden. Die Erwartungen in Berlin sind gedämpft: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und dem Verlust wichtiger Spieler geht es zunächst um Konsolidierung. Ein schneller Wiederaufstieg scheint angesichts der Kaderlöcher unwahrscheinlich. Die Vereinsführung hofft, dass die Geduld der Fans belohnt wird und bis Ende August noch einige Neuzugänge kommen.



