Borussia Mönchengladbach muss für mehrere Wochen auf seinen Neuzugang Yukhym Konoplia verzichten. Der ukrainische Nationalspieler erlitt einen Innenbandanriss im rechten Knie, wie der Bundesligist am Montag offiziell bestätigte. Konoplia hatte sich die Verletzung im zweiten Testspiel der Vorbereitung bei Rot-Weiß Essen (2:1) zugezogen, als er nach einer brutalen Attacke von Gegenspieler Bouebari Kitsamoutsele bereits nach zwölf Minuten ausgewechselt werden musste. Kitsamoutsele sah für das Foul lediglich die Gelbe Karte.
Tiefe Enttäuschung bei Sport-Boss Schröder
„Das tut uns allen wahnsinnig leid für Yukhym. Er hatte hier als Neuzugang einen guten Start, hat viel Energie ins Team gebracht und konnte seine Qualitäten schon im Training zeigen. Aber er ist ein zäher Kerl, hat sich nach der Diagnose sofort kämpferisch gezeigt und arbeitet an seinem Comeback. Selbstverständlich bekommt er hierfür von uns jede Unterstützung“, sagte Sport-Boss Rouven Schröder. Der 26-jährige Verteidiger, der 27 Länderspiele mit zwei Toren für die Ukraine vorzuweisen hat, war als Soforthilfe für die rechte Abwehrseite eingeplant.
Trainer Polanski muss umplanen – Scally als Alternative?
Zum Saisonstart muss Trainer Eugen Polanski nun umdisponieren. Die erste Alternative ist ein alter Bekannter: Joe Scally. Der 23-jährige US-Nationalspieler, der gerade von der Weltmeisterschaft zurückgekehrt ist, soll in dieser Woche wieder ins Training einsteigen. Allerdings hat Scally nur noch einen Vertrag bis 2027 und strebt in diesem Sommer eigentlich einen Vereinswechsel an. Sein Marktwert wird auf sieben Millionen Euro geschätzt. Für Gladbach besteht die Gefahr, dass Scally den Klub im nächsten Sommer ablösefrei verlassen könnte, sollte er seinen Vertrag nicht verlängern. Nach den ablösefreien Abgängen von Marcus Thuram, Matthias Ginter und Ramy Bensebaini möchte Borussia ein solches Szenario unbedingt vermeiden.



