Leitl krempelt Hertha um: Aggressiveres Pressing im Trainingslager getestet
Leitl krempelt Hertha um: Neues Pressing im Trainingslager

Hertha BSC hat das Trainingslager in Kitzbühel beendet und die Rückreise nach Berlin angetreten. Trainer Stefan Leitl zog ein positives Fazit der vergangenen Tage und gab Einblicke in die neue Spielausrichtung der Berliner. „Also erst einmal grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Trainingslager, weil wir unser Programm komplett durchziehen konnten. Wir sind schon wirklich auf einem ordentlichen Weg“, sagte Leitl.

Neue Spielweise: Mehr Pressing und Aggressivität

Die Mannschaft soll künftig aggressiver auftreten und mit deutlich mehr Pressing agieren. In den beiden Testspielen gegen die WSG Tirol (3:2) und die Mamelodi Sundowns (1:1) wurde die neue Spielanlage bereits erprobt. Allerdings räumte Leitl ein, dass die Umsetzung noch nicht immer reibungslos klappt: „Ich glaube, was uns jetzt noch so fehlt, ist, so einen Rhythmus zu bestimmen, aus dieser sehr intensiven Spielweise vielleicht sich auch mal wieder in einem tieferen Block zu erholen. Das ist jetzt die Aufgabe in den nächsten Tagen, dass wir da gut hinkommen.“

Bis zum Saisonauftakt bleibt Arbeit

Bis zum ersten Pflichtspiel in Bochum am 7. August (20.30 Uhr) bleiben nur knapp zwei Wochen. Leitl sieht dennoch einen Vorteil: Die neue Spielweise kommt den aktuellen Kadermitgliedern entgegen. „Nicht nur den Jungen, sondern schon auch den Spielertypen hier, die wir haben“, erklärte der 48-Jährige.

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Chance für Rückkehrer Thorsteinsson

Die veränderte Taktik eröffnet auch Spielern Perspektiven, die zuvor kaum berücksichtigt wurden. Ein Beispiel ist Jón Thorsteinsson, der nach einer Leihe zurückkehrte. Im internen Testspiel traf der 27-jährige Isländer doppelt. Leitl zeigte sich angetan: „Mir gefällt er sehr. Wir haben auch zu Beginn ein ganz offenes Gespräch gehabt. Und ich habe ihm auch gesagt, wenn er hier ist, dann kriegt er auch die Möglichkeit zu spielen. Und er soll sich zeigen.“

Neuzugang Adewumi stößt zur Mannschaft

Erfreut zeigte sich Leitl auch über den ersten Neuzugang, der im Trainingslager zur Mannschaft stieß: Oluwaseun Adewumi. Der 21-jährige österreichische U21-Nationalspieler ist offensiv vielseitig einsetzbar. „Ja, zunächst bin ich glücklich, dass wir speziell jetzt für die vordere Reihe noch jemanden bekommen haben, weil er einfach auf allen drei Positionen spielen kann. Junger, talentierter Spieler, maximaler Speed“, so Leitl. Adewumi kann im offensiven Mittelfeld, als hängende Spitze oder auf dem rechten Flügel agieren.

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