Das Trainingslager des FC St. Pauli in Flachau ist beendet. Mit der abschließenden Test-Niederlage gegen den englischen Erstligisten AFC Bournemouth (1:4) kehrten die Kiez-Kicker am Samstag nach Hamburg zurück. Trainer Marcel Rapp gewährte dem Team Sonntag und Montag frei – auch den drei WM-Fahrern Eric Smith, Connor Metcalfe und Jackson Irvine, die nach der Weltmeisterschaft Sonderurlaub erhalten hatten.
Individuelle Planung für die Rückkehrer
Eric Smith (29), der mit Schweden ohne Einsatz bei der WM blieb, trainierte in Flachau weitgehend individuell und kam im Test gegen Bournemouth nicht zum Zug. Rapp kündigte an: „Eric wird direkt anfangen zu trainieren.“ Der Schwede wird weiterhin als Wechselkandidat gehandelt. Anders sieht es bei Connor Metcalfe (26) und Jackson Irvine (33) aus: Sie werden Anfang der Woche beim FC St. Pauli zurückerwartet. „Sie werden Mitte der Woche einsteigen“, erklärte Rapp. „Dann wird man sehen. Wir hatten uns bewusst dafür entschieden, den Jungs drei Wochen freizugeben.“
Rapp verteidigt Freistellungspolitik
Der Trainer begründete die großzügige Freizeit ausführlich: „Es macht keinen Sinn, die früher herzubestellen, damit sie vielleicht im ersten Spiel spielfähig sind. Eine Saison geht einfach länger.“ Er betonte die langfristige Belastbarkeit: „Damit sie frisch herkommen und belastbar sind. Und nicht irgendwann der Musik hinterherlaufen und wir gesagt hätten, hätten wir ihnen lieber mal mehr freigegeben.“
Kein Einsatz bei Saisoneröffnung und erstem Liga-Spiel
Die Konsequenz: Keiner der drei WM-Fahrer wird am kommenden Samstag (18.30 Uhr) bei der offiziellen Saisoneröffnung am Millerntor gegen den spanischen Erstligisten RC Deportivo de A Coruña mitwirken. Auch beim ersten Zweitliga-Spiel gegen Fürth am 9. August (13.30 Uhr) dürften weder Smith, Irvine noch Metcalfe in der Startelf stehen. Rapps Strategie zielt darauf ab, die Spieler nicht von Anfang an zu überlasten, sondern sie über die lange Saison hinweg frisch zu halten.



