CSD Berlin: Gewalttat mit Toter – Dobrindt spricht von Terroranschlag
CSD Berlin: Tote bei Amokfahrt – Terrorverdacht

Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) gehen die Ermittler von einem islamistischen Terroranschlag aus. Darauf deute alles hin, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Polizei fahndet nach dem Fahrer, der einen Kastenwagen in eine Menschenmenge unweit des CSD-Geländes gesteuert hat. Eine Frau kam ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Ermittlungen und Fahndung nach Tatverdächtigem

In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert habe. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Es handelt sich um den 21-jährigen Abdul B., einen deutschen Staatsbürger libanesischer Herkunft. Die Behörden veröffentlichten am Morgen ein Foto des Gesuchten und riefen auf der Plattform X dazu auf, es zu teilen und Hinweise zu geben. Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin teilten mit, sie ermittelten „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“.

Tatort und Hintergründe des Verdächtigen

Der Vorfall ereignete sich im Berliner Tiergarten, nur wenige hundert Meter vom eigentlichen CSD-Geschehen entfernt. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ wohnt Abdul B. mitten in der Stadt, zwei Gehminuten vom Potsdamer Platz und eine Viertelstunde Fußweg vom Tatort. Er soll bereits wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung polizeibekannt sein und sei erst im Mai dieses Jahres aus der Jugendhaft entlassen worden. Die genauen Umstände der Tat und das Motiv sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Reaktionen aus der Politik

Bundesinnenminister Dobrindt sprach von einem „feigen Terroranschlag auf ein tolerantes und buntes Fest der Vielfalt“. Er sicherte den Ermittlungsbehörden volle Unterstützung des Bundes zu. Auch Berlins Regierender Bürgermeister zeigte sich erschüttert und sprach den Opfern und Angehörigen sein Beileid aus. Die Polizei hat ihre Präsenz in der Innenstadt verstärkt, um weitere Vorfälle zu verhindern. Staatsanwaltschaft und Polizei kündigten für den späten Nachmittag oder frühen Abend eine Pressekonferenz an, um über den aktuellen Stand der Ermittlungen zu informieren.

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