Malaysia kehrt 2025 überraschend in den Formel-1-Kalender zurück
Malaysia kehrt in den Formel-1-Kalender zurück

Malaysia kehrt in diesem Jahr kurzfristig in den Rennkalender der Formel 1 zurück. Wie die Motorsport-Königsklasse mitteilte, wird auf dem Sepang Circuit südlich der Hauptstadt Kuala Lumpur am ersten Oktober-Wochenende zwischen den Events in Aserbaidschan und Singapur gefahren. Der Grand Prix am 4. Oktober dient als Ersatzrennen für den ausgefallenen WM-Lauf in Bahrain und trägt offiziell den Namen Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia.

Formel-1-Boss lobt Anpassungsfähigkeit

„Einmal mehr hat der Sport seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich anzupassen, Lösungen zu finden und diese umzusetzen“, sagte Formel-1-CEO Stefano Domenicali. Die Rückkehr nach Malaysia sei ein Beispiel für die Flexibilität der Serie, die aufgrund des Iran-Kriegs mehrere Rennausfälle verkraften musste.

Geschichte der Rennstrecke

In Malaysia machte die Formel 1 bereits von 1999 bis 2017 Station. Damals konnte sich der Veranstalter die millionenschweren Antrittsgebühren nicht mehr leisten, sodass der Vertrag auslief. Seitdem ist die Rennstrecke unter anderem noch Austragungsort der MotoGP. Mit der erneuten Aufnahme wächst der Kalender von 22 auf 23 Veranstaltungen.

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Auswirkungen des Iran-Kriegs

Mitte März hatte die Formel 1 die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien für April wegen der Sicherheitslage nach Ausbruch des Iran-Kriegs ersatzlos aus dem Kalender genommen, sie aber nicht komplett gestrichen. Damit schrumpfte die Welttournee vorerst von 24 auf 22 Grand Prix. Die Rückkehr von Sepang, das logistisch günstig am internationalen Flughafen Kuala Lumpur liegt, bringt den Kalender vorerst auf 23 Veranstaltungen.

Ungewisse Zukunft weiterer Rennen

Allerdings sind wegen der erneuten Verschärfung des Iran-Kriegs die letzten beiden Grand Prix des Jahres am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi mehr als fraglich. Die Bosse der Formel 1 prüfen derzeit Ersatzoptionen. Als mögliches Saisonfinale im Dezember gilt Portimão in Portugal. Das Event an der Algarve war zuletzt 2020 und 2021 während der Corona-Krise Ersatzausrichter; für 2027 und 2028 kehrt die Veranstaltung fest zurück.

Imola als Kandidat für das Finale

Angeblich ist auch Imola in Italien eine Variante. Der Grand Prix der Emilia Romagna war für dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen worden. Ein Problem sind jedoch die niedrigen Temperaturen in der Region zu dieser Jahreszeit, die die Reifen der Formel-1-Autos nicht in das optimale Arbeitsfenster bringen. Zudem gilt Imola als Kandidat, weil der italienische WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli von Mercedes in diesem Jahr erstmals Weltmeister werden könnte. Für den Teenager aus Bologna, der der erste italienische Champion seit Alberto Ascari 1953 werden könnte, wäre ein Finale in Imola ein echtes Heimspiel.

Hintergrund des Konflikts

Israel und die USA haben am 28. Februar mit massiven Luftangriffen ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Anfang April einigten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf eine Waffenruhe, ehe sich der Konflikt wieder verschärfte. Die andauernden Spannungen beeinträchtigen nicht nur die Rennplanung, sondern die gesamte Region.

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