Knapp drei Wochen nach dem Abstieg des FC St. Pauli in die zweite Bundesliga ist die Entscheidung über die Zukunft von Trainer Alexander Blessin gefallen. Wie die „Bild“ berichtet, wird der 53-Jährige den Verein trotz eines noch bis 2027 laufenden Vertrages verlassen. Grund dafür sind unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung des Klubs.
Keine Einigung über die Zukunft
Sportchef Andreas Bornemann hatte bereits kurz nach dem Abstieg klargestellt, dass eine Zusammenarbeit nur mit hundertprozentiger Überzeugung möglich sei. In den vergangenen Wochen fanden intensive Gespräche statt, doch letztlich konnte man sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Die logische Konsequenz ist nun die Trennung.
Blessins Zeit bei St. Pauli
Blessin war 2024 von Union St. Gilloise aus Belgien zum FC St. Pauli gekommen und hatte die Nachfolge von Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler angetreten. In seiner ersten Bundesligasaison gelang noch der Klassenerhalt, doch in der vergangenen Spielzeit rutschte die Mannschaft in eine Krise. Eine Rekordserie von neun Niederlagen vor Weihnachten, ein schwacher Start ins Jahr 2026 und schließlich zehn sieglose Spiele in Folge besiegelten den Abstieg. Der Punkteschnitt fiel von 0,94 im ersten Jahr auf 0,76.
Herausforderung Wiederaufstieg
Für den FC St. Pauli beginnt nun die Suche nach einem neuen Trainer. Die Vereinsführung dürfte auf ein solches Szenario vorbereitet gewesen sein. Die Aufgabe wird nicht leicht: Mit den Mitabsteigern Wolfsburg und Heidenheim sowie ambitionierten Zweitligisten wie Hannover, Hertha BSC, dem 1. FC Kaiserslautern und Holstein Kiel wird der direkte Wiederaufstieg ein ambitioniertes Unterfangen.



