Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellt sich sportlich neu auf: Per Mertesacker, Weltmeister von 2014, übernimmt zum 1. Januar 2027 das Amt des DFB-Geschäftsführers von Andreas Rettig. Gleichzeitig komplettiert Bundestrainer Jürgen Klopp sein Trainerteam mit langjährigen Weggefährten und einem externen Berater.
Mertesacker kehrt als Geschäftsführer zurück
Der 104-malige Nationalspieler Mertesacker tritt die Nachfolge von Andreas Rettig an. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Verantwortung, die damit verbunden ist“, sagte der 41-Jährige. Der Kontakt zum DFB sei auch nach seiner aktiven Karriere nie abgerissen: „Deshalb ist es für mich etwas Besonderes, nun in dieser Rolle zurückzukehren.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf lobte Mertesackers „fachliche Kompetenz, seine klare Haltung und seine Führungsqualitäten“. Mertesacker war zuletzt als Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal in London und als TV-Experte beim ZDF tätig.
Klopps Trainerteam: Krawietz, Lijnders und Bender
Jürgen Klopp setzt auf Vertraute: Als Co-Trainer kommen Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender zum DFB. Krawietz und Lijnders waren bereits unter Klopp beim FC Liverpool tätig und gewannen 2019 die Champions League sowie 2020 die englische Meisterschaft. Sven Bender, zuletzt Trainer des Regionalligisten Unterhaching und früher selbst Nationalspieler, war bereits Co-Trainer bei DFB-Nachwuchsmannschaften. Klopp betonte, es sei wichtig, jemanden im Team zu haben, der die Abläufe beim DFB kenne.
Kosicke wird externer „Co-Trainer für Strategie“
Marc Kosicke, Klopps langjähriger Berater, übernimmt eine besondere Rolle als „Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation“. Laut DFB-Präsident Neuendorf wird Kosicke kein Angestellter des Verbandes, sondern als „externer Mitarbeiter“ administrativ und organisatorisch für das Trainerteam tätig sein. Neuendorf erklärte: „Es war ganz klar, dass die beiden so eng miteinander verwoben sind, dass sie nur im Paket zu haben sind.“ Kosicke werde „jeden Zugang im Verband“ erhalten und eine „wichtige Schnittstelle in den Verband hinein“ sein. Laut „Bild“-Zeitung wird Kosicke für seinen neuen Job als Geschäftsführer seiner Firma „projectFIVE“ zurücktreten und keine anderen Trainer mehr beraten.



