NBA-Finals: Knicks gelingen historisches Comeback gegen Spurs
NBA-Finals: Knicks gelingen historisches Comeback

Die New York Knicks haben NBA-Geschichte geschrieben. Im vierten Spiel der Finalserie gegen die San Antonio Spurs gelang ihnen ein Comeback, das in die Annalen der Liga eingehen wird. Vor heimischer Kulisse im Madison Square Garden drehten die Knicks einen 29-Punkte-Rückstand und gewannen mit 107:106. Damit führen sie in der Best-of-Seven-Serie mit 3:1 und haben die Chance, am Samstag in San Antonio den ersten Meistertitel seit 1973 zu holen.

Taylor Swift feiert mit den Fans

Die Stimmung im Madison Square Garden war elektrisierend. Pop-Superstar Taylor Swift tanzte zu DJ Ötzis Partyhit „Hey Baby“ und feierte ausgelassen mit den Fans. Nach dem Schlusspfiff verschwand sie in einer Jubeltraube in den Katakomben. Draußen auf den Straßen Manhattans herrschte Ausnahmezustand. Tickets für das Spiel waren zuvor für mehrere hunderttausend Euro gehandelt worden.

OG Anunoby als Matchwinner

Der entscheidende Treffer gelang OG Anunoby, der 1,2 Sekunden vor Schluss einen Tip-In verwandelte. „Das ist elektrisierend. Das sind die besten Fans der Welt. Es ist unfassbar“, sagte Anunoby nach dem Spiel bei ABC. Mit 33 Punkten war er neben Jalen Brunson (36 Punkte) der herausragende Spieler der Knicks. Trainer Mike Brown zeigte sich nach der Aufholjagd euphorisch: „Du brauchst ein bisschen Glück - im Leben, im Sport. Aber du kannst auch für dein eigenes Glück sorgen.“ Nach einem Kraftausdruck, der ihm vor lauter Emotionen herausrutschte, entschuldigte er sich bei seiner Mutter: „Sorry Mama.“

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Spurs erleiden historischen Kollaps

Für die San Antonio Spurs war die Niederlage ein herber Rückschlag. TV-Experte Charles Barkley urteilte gnadenlos: „Wir haben die dümmste Basketball-Mannschaft in der Geschichte der Zivilisation gesehen.“ Eine Serie von Fehlern und eine schwache Trefferquote brachten die Knicks zurück ins Spiel. Victor Wembanyama, der junge französische Star, erzielte zwar 24 Punkte und 13 Rebounds, leistete sich aber 16 Fehlwürfe und tauchte in der Schlussphase ab. In der ersten Halbzeit hatte er sich noch ein Duell mit Knicks-Center Mitchell Robinson geliefert und ihm zugerufen: „Ich bin in deinem Kopf. Ich bin in deinem Kopf, Junge.“ Am Ende war es Robinson, der jubelte.

Knicks vor erstem Titel seit 1973

Die Knicks stehen nun kurz vor der Krönung. Ein Sieg fehlt, um 53 Jahre der Titellosigkeit zu beenden und Revanche für die Final-Niederlage von 1999 zu nehmen. Ariel Hukporti, der bei New York eine Nebenrolle spielt, könnte als dritter Deutscher nach Dirk Nowitzki (2011) und Isaiah Hartenstein (2025) NBA-Meister werden. Die Serie wird in der Nacht zum Sonntag (2.30 Uhr MESZ) in San Antonio fortgesetzt. Ein mögliches sechstes Spiel könnte auch US-Präsident Donald Trump anziehen, der bereits beim dritten Spiel zu Gast war und lautstark ausgebuht wurde.

Trump beleidigt Reporter

Trump lieferte sich nach seinem Besuch eine Privatfehde mit dem ESPN-Reporter Stephen A. Smith, der angemerkt hatte, dass die Knicks ihre erste Niederlage in der Serie just bei Trumps Anwesenheit kassierten. Trump beleidigte Smith daraufhin auf seiner Plattform Truth Social als „arroganten Narren“ und „dumm wie ein Stein“. Smith war beim historischen vierten Spiel erneut in der Arena – Trump nicht.

Die TV-Quoten für die Finalserie sind so hoch wie seit den Zeiten von Michael Jordan und den Chicago Bulls im Jahr 1998 nicht mehr. Das Duell zwischen dem Riesenmarkt New York und Supertalent Wembanyama begeistert die Zuschauer weltweit.

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