3. Liga im Chaos: 1860 München ausgeschlossen – Boss fordert Viertliga-Aufsteiger
3. Liga im Chaos: 1860 München ausgeschlossen – Boss fordert Aufsteiger

3. Liga durcheinander gewirbelt: 1860 München verliert Lizenz

Der Absturz des Traditionsvereins 1860 München aus der 3. Liga sorgt für Unruhe im deutschen Fußball. Dem Verein wurde wegen nicht erfüllter Lizenzauflagen die Zulassung für die kommende Saison verweigert. Nun stellt sich die Frage, wie der freie Platz in der Liga besetzt werden soll.

Debatte um Nachrücker: Azzouzi plädiert für sportliche Lösung

Rachid Azzouzi, Sportchef des Drittligisten Alemannia Aachen und ehemaliger Bundesliga-Spieler, fordert eine grundsätzliche Diskussion über die Regelung. „Wenn ein Platz in der 3. Liga frei wird, sollte aus meiner Sicht geprüft werden, ob ein Regionalliga-Meister nachrücken kann“, so der 55-Jährige.

Er betont, dass der 1. FC Lokomotive Leipzig als Meister der Regionalliga Nordost Anspruch auf den Aufstieg hätte. „Lok hat sich den Erfolg über eine komplette Saison erarbeitet. Sportliche Leistung muss am Ende auch sportlich belohnt werden“, argumentiert Azzouzi.

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Regelung sieht Verbleib des ersten Absteigers vor

Die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sehen jedoch vor, dass der Verein, der den ersten von vier Abstiegsplätzen belegt, das Recht hat, in der Liga zu bleiben. Das ist der TSV Havelse aus Niedersachsen. Die Norddeutschen haben bereits klargemacht, dass sie dieses Recht in Anspruch nehmen wollen. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür hat der Verein erfüllt.

Azzouzi betont, dass seine Forderung nichts gegen den TSV Havelse sei. „Mir geht es um die grundsätzliche Frage, wie der deutsche Fußball mit solch einer außergewöhnlichen Situation umgeht“, erklärt er.

Zukunft von 1860 München ungewiss

Die Zukunft von 1860 München ist völlig offen. Zwar ist wahrscheinlich, dass die Mannschaft zunächst in der Regionalliga Bayern weiterspielt. Doch die Angst vor einer möglichen Insolvenz geht um. Azzouzi, der jahrelang beim bayerischen Konkurrenten Greuther Fürth als Geschäftsführer Sport tätig war, zeigt Mitgefühl: „Mein Mitgefühl gilt nicht nur den Fans, sondern auch den vielen Mitarbeitern des Vereins, die jeden Tag ihren Beitrag leisten und die Konsequenzen solcher Entwicklungen oft unmittelbar zu spüren bekommen.“

Die Diskussion um die Nachbesetzung des freien Platzes in der 3. Liga wird den deutschen Fußball noch länger beschäftigen. Ob der DFB seine Statuten überdenkt, bleibt abzuwarten.

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