WM-Halbfinale: Argentinische Spieler zeigen Banner zu Falklandinseln
Argentinien: Spieler zeigen Falkland-Banner nach WM-Sieg

Nach dem 2:1-Sieg gegen England im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am 15. Juli 2026 haben argentinische Spieler ein politisches Banner von Fans entgegengenommen und in die Höhe gehalten. Auf dem schwarzen Transparent stand in weißen Versalien: „LAS MALVINAS SON ARGENTINAS“ – auf Deutsch: „Die Malvinas sind argentinisch“. Unter den Spielern, die das Banner präsentierten, war auch Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso.

Hintergrund des Konflikts um die Falklandinseln

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem Falklandkrieg zwischen Großbritannien und Argentinien vor 44 Jahren. Argentinien nennt die Inseln „Malvinas“ und beansprucht sie seit langem. 1982 besetzte Argentinien das britische Überseegebiet, woraufhin Großbritannien Militär entsandte. In dem 74-tägigen Krieg kamen rund 1.000 Soldaten ums Leben, etwa zwei Drittel davon aus Argentinien. Vermittlungsversuche der Vereinten Nationen und der USA scheiterten. Der Krieg endete mit der Kapitulation Argentiniens. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Erst 1989 nahmen beide Länder wieder diplomatische Beziehungen auf.

FIFA-Verbot politischer Botschaften

Der Fußballweltverband FIFA untersagt Spielern und Offiziellen bei WM-Spielen die Darstellung politischer Botschaften. Dem argentinischen Team drohen daher möglicherweise Konsequenzen. Auf Bildern ist zu sehen, wie das Banner zunächst in der Fangruppe und dann in den Händen der Spieler auftauchte. Woher es genau stammt, ist unklar.

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Trainer Scaloni warnte vor Vermischung von Sport und Politik

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor dem Spiel davor gewarnt, den Konflikt mit dem Sport zu vermischen. „Wir denken an Argentinier, an Menschen, die wir im Krieg verloren haben. Aber das müssen wir von dem Spiel trennen“, sagte er. Der militärische Konflikt sei lange her und Geschichte. „Was haben die Spieler damit zu tun?“, so Scaloni.

Vizepräsidentin Villarruel heizt Stimmung an

Anders sah dies die argentinische Vizepräsidentin Victoria Villarruel. Sie schrieb auf X: „Wir spielen gegen die Piraten-Usurpatoren. Das ist kein Spiel wie jedes andere.“ Sie kündigte an: „Ich werde nicht politisch korrekt sein oder mich zurückhalten. Gegen die Engländer geht es um mehr.“ Villarruels Vater hatte im Falklandkrieg auf argentinischer Seite gekämpft. Es gehe darum, „den Eindringlingen die Stirn zu bieten“, so die ultrarechte Politikerin weiter: „Hoch lebe Argentinien! Wir werden nämlich bis zum letzten Atemzug fordern, was uns gehört.“

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