Der Wirt des griechischen Restaurants Auenstüble in Wehringen, Georgios „Jorgos“ Papadopoulos, ist neuer Vorsitzender des FSV Wehringen. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend wurde der 47-Jährige einstimmig zum Nachfolger von Thomas Wörle gewählt, der das Amt zwölf Jahre lang innehatte. Papadopoulos, der seit 2018 das Auenstüble führt, will den Verein mit frischen Ideen und einem klaren Fokus auf die Jugendarbeit in die Zukunft führen.
Ein neuer Geist für den Verein
Papadopoulos, der selbst früher aktiv Fußball spielte und seit vielen Jahren dem Verein verbunden ist, betonte in seiner Antrittsrede: „Ich möchte den FSV Wehringen wieder zu einem Ort machen, an dem sich alle wohlfühlen – vom kleinsten Bambini bis zum Senior. Die Jugendarbeit liegt mir besonders am Herzen, denn sie ist die Basis für eine erfolgreiche Zukunft.“ Der neue Vorsitzende kündigte an, die Trainingsbedingungen zu verbessern und die Kommunikation zwischen Vorstand, Trainern und Eltern zu intensivieren.
Der scheidende Vorsitzende Thomas Wörle zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit: „Wir haben in den letzten zwölf Jahren viel erreicht, aber es ist Zeit für neue Impulse. Jorgos ist der richtige Mann, um den Verein weiterzuentwickeln.“ Wörle bleibt dem Verein als Beisitzer erhalten und wird den Übergang aktiv begleiten.
Finanzielle Lage und sportliche Ziele
Der FSV Wehringen steht finanziell solide da, wie Kassenprüfer in ihrem Bericht bestätigten. Dennoch plant Papadopoulos, neue Sponsoren zu gewinnen und die Einnahmen durch Veranstaltungen im Auenstüble zu steigern. Sportlich kämpft die erste Mannschaft in der Kreisliga um den Klassenerhalt, während die zweite Mannschaft in der A-Klasse auf einem guten Mittelfeldplatz liegt. Der neue Vorsitzende setzt auf Kontinuität im Trainerteam, will aber die Kaderplanung optimieren.
Besonders stolz ist der Verein auf seine Jugendarbeit: Rund 80 Kinder und Jugendliche sind in sechs Nachwuchsmannschaften aktiv. Papadopoulos möchte diese Zahl weiter erhöhen und plant eine Kooperation mit den umliegenden Schulen. „Wir müssen die Begeisterung für den Fußball schon bei den Jüngsten wecken“, so der neue Chef.
Herausforderungen und Perspektiven
Eine der größten Herausforderungen ist die Sanierung des Sportgeländes. Der Rasenplatz weist erhebliche Schäden auf, und die Flutlichtanlage ist veraltet. Die Gemeinde Wehringen hat bereits Unterstützung zugesagt, aber die Umsetzung wird Zeit und Geld kosten. Papadopoulos will sich dafür einsetzen, dass die Maßnahmen zügig vorangetrieben werden, und sucht das Gespräch mit der Kommune.
Der Verein zählt aktuell 350 Mitglieder, Tendenz steigend. Papadopoulos möchte die Mitgliederzahl durch gezielte Aktionen und ein offenes Vereinsklima weiter erhöhen. Auch die Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund ist ihm ein Anliegen: „Fußball verbindet, und wir sollten diese Chance nutzen“, sagt er.
Dank an den Vorgänger und Ausblick
In seiner ersten Rede als Vorsitzender dankte Papadopoulos ausdrücklich seinem Vorgänger Wörle für dessen unermüdlichen Einsatz. „Thomas hat in zwölf Jahren viel bewegt – dafür gebührt ihm großer Respekt. Ich werde versuchen, an seine Arbeit anzuknüpfen und den FSV Wehringen noch erfolgreicher zu machen.“ Die Versammlung quittierte die Worte mit lang anhaltendem Applaus.
Der neue Vorstand setzt sich neben Papadopoulos aus Stellvertreter Markus Schmid, Kassiererin Sabine Müller und Schriftführerin Julia Bauer zusammen. Sie alle wurden einstimmig gewählt. In den kommenden Wochen will der neue Vorstand eine Bestandsaufnahme machen und erste Maßnahmen umsetzen. Geplant sind ein Sommerfest, ein Schnuppertraining für Kinder und ein Workshop für Trainer und Betreuer.
Mit der Wahl von Georgios Papadopoulos endet eine Ära beim FSV Wehringen – und beginnt eine neue, die der Verein mit Optimismus und Tatendrang angeht.



