Der FC Augsburg hat im Trainingslager in Achenkirch in Tirol ein klares Ziel ausgegeben: Trainer Manuel Baum will mit seiner Mannschaft unter die Top 3 der zielstrebigsten Teams der Fußball-Bundesliga. „Ich wäre schon gern unter den Top 3 der zielstrebigsten Mannschaften in der Bundesliga“, sagte der 46-Jährige am Montag. Was genau er unter Zielstrebigkeit versteht, ließ er zunächst offen: „Das arbeiten wir jetzt gerade heraus.“
Trainingslager in Tirol: Öffentliche Einheiten und klare Ansagen
Bei der Trainingseinheit auf dem Gelände des SV Achenkirch wurde es zeitweise laut. Baum unterbrach die Übungen, brüllte über den Platz und gestikulierte wild, um seine Forderungen zu verdeutlichen. Die Einheiten sind öffentlich, von Geheimniskrämerei hält der Coach nichts. „Rein inhaltlich kenne ich jede Mannschaft in- und auswendig“, erklärte er. Auch die anderen Trainer wüssten, wie der FCA spiele, so Baum.
Der Coach war während der WM als TV-Taktikexperte im Einsatz und gibt nun seinen Spielern konkrete Aufgaben mit auf den Weg. Bis zum Saisonstart im DFB-Pokal in Cottbus in knapp drei Wochen sollen die Abläufe sitzen. „Ich weiß, es ist schwer“, räumte er ein.
Mut als zentraler Wert – Rückrunden-Erfolg soll wiederholt werden
Baum betonte, dass Mut einer der Werte des Teams sei: „Mut ist einer unserer Werte, dass wir in dem Spiel klar erkennbar und messbar machen, ob wir jetzt mutig sind oder nicht.“ Mutig und zielstrebig sollen die Augsburger sowohl im Angriff als auch in der Abwehr auftreten.
In der Vorsaison hatte der FCA trotz eines verpatzten Starts unter Trainer Sandro Wagner noch den neunten Tabellenplatz erreicht und nur knapp die Europacup-Qualifikation verpasst. „Warum soll es nicht besser sein als letzte Saison?“, fragte Baum bereits vor Wochen. Stürmer Michael Gregoritsch assistierte: „Ich glaube, die Truppe ist hungrig, und wenn man einmal so eine Rückrunde gespielt hat, dann möchte man die natürlich auf eine ganze Saison ausweiten.“
Gregoritsch als Mentor für junge Spieler
Der österreichische Angreifer stieg nach seinem WM-Einsatz am Wochenende ins Training ein und sprach vor der Einheit am Montag auf der Tribüne mit Trainer Baum. Auf den 32-Jährigen komme es nicht nur bei Toren und Vorlagen an, sondern auch bei der Führung jüngerer Kollegen. „Wenn mir was auffällt, dann spreche ich es an. Ich glaube, das ist auch mein gutes Recht“, sagte Gregoritsch. Sein portugiesischer Sturmpartner Rodrigo Ribeiro (21) betonte, er könne von einem so erfahrenen Profi noch viel lernen.
Personelle Fragen: Wer verlässt den Verein noch?
Die beiden könnten in der Saison 2026/27 zu den offensiven Schlüsselspielern werden. Bei anderen wie Mert Kömür oder Alexis Claude-Maurice ist noch offen, ob sie im Sommer von finanzstärkeren Clubs abgeworben werden. Ähnliches gilt für Flügelspieler Dimitrios Giannoulis oder Verteidiger Chrislain Matsima.
Grundstein für erfolgreiche Saison bis Freitag
Unabhängig davon soll im malerischen Achenkirch bis Freitag der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. Bei teils hohen Temperaturen wird auf dem Platz geschuftet, in freien Phasen nutzen einige Profis die Zeit für Golf oder eine Runde im Tretboot auf dem Achensee. Mit der Idylle soll es fußballerisch spätestens am 22. August im DFB-Pokal-Spiel bei Energie Cottbus vorbei sein.



