Trainer-Beben bei Ecuador: Beccacece tritt nach WM-Aus zurück
Beccacece tritt nach WM-Aus als Ecuador-Trainer zurück

Sebastián Beccacece (45) ist nicht mehr Trainer der ecuadorianischen Nationalmannschaft. Nach der 0:2-Niederlage im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Gastgeber Mexiko bestätigte der Argentinier seinen Abschied. „Heute ist es an der Zeit, sich von einer wunderbaren Familie zu verabschieden“, erklärte Beccacece nach dem Spiel. Sein bis zur Weltmeisterschaft laufender Vertrag wird nicht verlängert. „Wir haben es nicht geschafft, unser Ziel zu erreichen – nämlich die beste WM in der Geschichte Ecuadors zu spielen“, fügte er hinzu.

Vom Jubel zur Enttäuschung

Erst wenige Tage zuvor hatte Beccacece nach dem überraschenden 2:1-Sieg gegen Deutschland noch ausgelassen gejubelt. Nach dem Schlusspfiff kletterte er auf das Geländer der Tribüne, um seine Frau Patricia Persson zu küssen. „Die Emotionen haben mich überwältigt. Ich hatte diesen Jubel nicht geplant. Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt“, sagte er später. „Sie hat mich in allen Höhen und Tiefen meiner Karriere begleitet. Sie hat so viel für mich und unsere Familie geopfert, deshalb war sie in diesem emotionalen Moment die erste Person, mit der ich diesen Moment feiern wollte.“

Druck vor dem Deutschland-Spiel

Dass Ecuador überhaupt noch ins Sechzehntelfinale einzog, war keineswegs selbstverständlich. Nach einem 0:0 gegen WM-Neuling Curaçao und einer 0:1-Niederlage gegen die Elfenbeinküste stand Beccacece massiv unter Druck. Ex-Nationalspieler Jefferson Montero forderte öffentlich seinen Rücktritt: „Hör auf, heiße Luft zu verkaufen, und tritt bei La Tri zurück! Hab ein bisschen Würde, du hast unserem Fußball mit einer Generation, die die beste der Geschichte sein sollte, großen Schaden zugefügt.“ Medienberichten zufolge wurden sogar Beccaceces Frau und seine beiden Töchter auf der Tribüne beleidigt.

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Rücktrittsankündigung und kurze Wende

Vor dem Deutschland-Spiel hatte Beccacece seinen Rücktritt für den Fall des Vorrunden-Aus bereits angekündigt. Damals sagte er kämpferisch: „Warum sollte uns das nicht gelingen? Es gibt genug Argumente, die für meine Mannschaft sprechen, den Turnaround zu schaffen. Mein Team hat einen starken Charakter.“ Mit dem Sieg gegen Deutschland zog Ecuador als einer der besten Gruppendritten in die K.-o.-Runde ein. Doch dort war gegen Gastgeber Mexiko Endstation – und damit folgte das Trainer-Beben.

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