Josip Brekalo (28) hat seinen Vertrag bei Hertha BSC vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2028 verlängert. Ursprünglich lief sein Arbeitspapier bis 2027. Der Kroate bleibt dem Hauptstadtklub damit treu, obwohl in den letzten Wochen zwölf seiner Teamkollegen den Verein verlassen haben – darunter Leistungsträger wie Fabian Reese (28) und Michaël Cuisance (26).
Brekalo: „Ich bin hier sehr glücklich“
Brekalo begründete seine Entscheidung mit einer starken emotionalen Bindung: „Ich bin hier seit dem ersten Tag sehr glücklich und ich möchte alles geben, damit dieser Verein wieder erfolgreich ist und wir unsere Ziele erreichen.“ Diese Verbundenheit resultiert auch aus seiner Zeit als Gegner: Von 2016 bis 2021 spielte Brekalo für den VfL Wolfsburg und den VfB Stuttgart in der Bundesliga – einer Ära, in der auch Hertha noch erstklassig war. „Ich glaube, wenn du Bundesliga gespielt hast und du kennst Hertha aus diesen Zeiten, weißt du, was für eine Power dieser Verein haben kann. Natürlich, wenn du in der zweiten Liga bist, sieht es nicht so aus. Aber ich kenne Hertha sehr gut und ich wusste, dass dieser Schritt der richtige ist“, erklärte der Flügelspieler.
Bereit für die Kapitänsbinde
Als einer der erfahrensten Spieler im Kader strebt Brekalo künftig mehr Verantwortung an. Er traut sich zu, die Kapitänsbinde zu übernehmen: „Mit meiner Erfahrung kann ich sicher jungen Spielern helfen und Führungsspieler sein. Für mich wäre es eine Ehre, wenn das zustande kommt. Der Trainer hat uns noch nicht gesagt, wer Kapitän wird, aber ich bin bereit.“
Rückkehr auf die angestammte Position
In der laufenden Saisonvorbereitung spielt Brekalo wieder auf seiner angestammten Position, dem linken Flügel. Nach seinem Wechsel zu Hertha im Februar hatte er dort zunächst häufig die Rolle des Zehners übernommen. Wie es dazu kam? Brekalo: „Dass ich überhaupt Zehner spiele, kam zustande, weil wir auf dem Flügel stark besetzt waren und der Trainer mit meinen fußballerischen Qualitäten gesehen hat, dass ich diese Rolle spielen kann.“ Trotzdem sieht er seine Zukunft eher auf seiner Stammposition: „Ich finde, ich kann das gut spielen, aber meine Position ist Flügelspieler. Aber ich werde jede Position spielen, die nötig ist.“



