Bundesliga vor Mega-Deals: 440 Mio. Euro aus TV und Sponsoring
Bundesliga vor Mega-Deals: 440 Mio. Euro

Die Bundesliga steht kurz vor dem Abschluss mehrerer Millionenverträge, die Einnahmen in Höhe von rund 440 Millionen Euro generieren sollen. Nach Informationen von SPORT BILD aus dem Umfeld der Liga-Gremien sind sowohl neue TV-Partner in den USA als auch ein Rekord-Sponsoring-Deal in greifbarer Nähe.

Neue TV-Partner in den USA: Telemundo und Versant Media

Im Kernmarkt USA hat die Bundesliga gemeinsam mit der Agentur Relevent Sports zwei neue TV-Partner gewonnen: Telemundo und die Versant Media Group. Ab der Saison 2026/27 bis 2030/31 werden sie die Bundesliga-Spiele übertragen. Telemundo, ein Tochterunternehmen von NBCUniversal mit Sitz in Florida, ist eine der größten Medienmarken für spanischsprachige Inhalte und überträgt unter anderem die WM 2026. Versant Media aus New York bringt USA Network ein, das rund 80 Millionen Haushalte über Kabel und Satellit erreicht und bereits die Premier League zeigt. Zudem baut Versant seinen Streamingdienst „Fandango at Home“ aus, der monatlich rund 50 Millionen aktive Nutzer zählt.

Das Liga-Präsidium und der Aufsichtsrat der Vermarktungstochter Bundesliga Media haben grünes Licht für die finalen Verhandlungen gegeben. Versant bietet 20 Millionen Dollar pro Saison, Telemundo weitere vier Millionen Dollar. Über fünf Jahre ergibt das umgerechnet rund 105 Millionen Euro.

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Strategiewechsel: Reichweite vor maximaler Ausbeute

Bislang zahlte ESPN durchschnittlich 34 Millionen Dollar jährlich, zeigte jedoch nur die Topspiele auf seinen Hauptkanälen. Die Bundesliga nimmt das Minus bewusst in Kauf, denn die neuen Abschlüsse markieren einen Strategiewechsel: Der Fokus liegt auf langfristigen Partnerschaften mit großer Reichweite, um die Relevanz der Liga zu steigern. Ein Beispiel ist Brasilien, wo die Bundesliga von sechs Partnern übertragen wird und sich die Zahl der Fans von zwölf auf 24 Millionen verdoppelt hat.

In den USA kämpft die Bundesliga jedoch mit einem abgekühlten Markt nach den „Streaming Wars“ und liegt im US-Interesse nur auf Platz vier hinter Premier League, LaLiga und Serie A. Negativ wirken sich die geringe Spannung im Meisterkampf (13 Bayern-Titel in 14 Jahren), die überschaubare Zahl internationaler Topklubs (nur Bayern gehört zu den 15 populärsten Vereinen), fehlende US-Stars sowie ausbleibende internationale Erfolge aus. Trotzdem erzielt die Bundesliga in den USA künftig etwa doppelt so hohe TV-Erlöse wie die Serie A, deren Einnahmen von 70 auf zehn Millionen Euro pro Saison gesunken sind.

Rekord-Sponsoring-Deal in Aussicht

Noch größer ist ein anstehender Sponsoring-Deal: Die Verlängerung mit einem Partner ist weit fortgeschritten, und das Liga-Präsidium hat grünes Licht für finale Verhandlungen gegeben. Nach SPORT BILD-Informationen geht es um einen Siebenjahresvertrag zu verbesserten Konditionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 250 Millionen Euro – der größte Sponsoring-Deal der Bundesliga-Geschichte.

Gesamteinnahmen von 440 Millionen Euro

Die neuen TV- und Sponsoringverträge summieren sich auf rund 440 Millionen Euro. Bei einem stärkeren US-Dollar könnte die Summe auf 450 Millionen Euro steigen. Allein auf dem amerikanischen Kontinent rechnet die Bundesliga in den nächsten fünf Jahren mit TV-Einnahmen von durchschnittlich mindestens 43 Millionen Dollar pro Saison, insgesamt knapp 190 Millionen Euro. Dies folgt auf eine Kooperation über ein 100-Millionen-Euro-Darlehen mit Adidas, die vor drei Monaten bekannt gegeben wurde.

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