Spaniens Fußball-Nationaltrainer Luis de la Fuente hat das Verhalten der argentinischen Nationalmannschaft nach dem WM-Finale scharf kritisiert. „Das ist auf jeden Fall unerträglich und inakzeptabel, so etwas darf nicht passieren“, sagte der Weltmeister-Coach dem spanischen TV-Sender TVE. Er bezog sich dabei auf die Auseinandersetzungen nach dem Abpfiff, bei denen der argentinische Spieler Leandro Paredes auffällig wurde.
Aggressionen und Provokationen nach dem Spiel
De la Fuente betonte, dass das eigene Verhalten seiner Mannschaft hervorgehoben werden müsse. „Was meiner Meinung nach hervorgehoben werden muss, ist unser Verhalten, vor allem angesichts solcher Aggressionen und Provokationen“, sagte der 65-Jährige. Er selbst habe die Rudelbildung nach dem Abpfiff nicht mitbekommen, da er mit den Teammitgliedern feierte.
Paredes' Tätlichkeit und FIFA-Ermittlungen
Der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes hatte sich nach der 0:1-Finalniederlage gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. In Rangeleien griff er Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er bereits Eric Garcia geschubst. Der Weltverband FIFA hat wegen dieser Vorfälle eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet.
Reaktionen auf die Kritik
Die spanische Mannschaft zeigte sich nach dem Vorfall betroffen, während die argentinische Seite die Vorfälle herunterspielte. De la Fuente machte deutlich, dass solche Aktionen keinen Platz im Fußball haben. „Wir müssen ein Beispiel geben, besonders für die jungen Fans“, so der Trainer. Die FIFA-Untersuchung könnte zu Sanktionen gegen die argentinische Mannschaft führen.
Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien endete mit einem knappen 1:0-Sieg für die Spanier. Die Spannungen nach dem Spiel überschatteten jedoch den Triumph der Iberer. Nun bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen die FIFA aus den Vorfällen ziehen wird.



