Demirovic: Hitze im Training? Ich hasse es!
Demirovic: Hitze im Training? Ich hasse es!

Die Temperaturen steigen, die Bundesliga spielt weiter – und die Profis schwitzen. Ermedin Demirovic, Stürmer des VfB Stuttgart, hat nun offen über seine Abneigung gegen das Training bei großer Hitze gesprochen. Bei über 30 Grad Celsius auf dem Platz wird der 26-Jährige deutlich: „Ich hasse es. Ich hasse es.“ Seine Aussage sorgt für Diskussionen über die Bedingungen im Profifußball.

Demirovic: „Ich hasse es“ – klare Worte bei Hitze

Der gebürtige Hamburger ließ im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ keinen Zweifel an seiner Einstellung: „Es ist einfach unangenehm, bei diesen Temperaturen zu trainieren. Man verliert viel Flüssigkeit, der Körper leidet.“ Er fordert, dass die Verantwortlichen über Spielzeiten und Trainingszeiten nachdenken sollten. „Wir sind Profis, aber wir sind auch Menschen. Die Gesundheit sollte an erster Stelle stehen.“

Besonders problematisch ist die Kombination aus hoher Belastung und extremen Temperaturen. Der VfB-Trainer hat bereits reagiert und die Einheiten in die frühen Morgenstunden verlegt. Doch auch das hilft nur bedingt, wie Demirovic betont: „Selbst um 10 Uhr ist es schon sehr warm. Die Sonne knallt auf den Platz.“

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Hitze im Fußball: Mehr als nur Unbehagen

Die Kritik von Demirovic ist nicht neu, aber sie gewinnt an Bedeutung, da der Klimawandel die Sommer immer heißer macht. Wissenschaftler warnen, dass die Belastung für die Spieler weiter zunehmen wird. Eine Studie der Universität Bochum zeigt, dass die Anzahl der Hitzetage in Deutschland seit 1950 um 50 Prozent gestiegen ist. Für den Fußball bedeutet das: mehr Spiele bei extremen Temperaturen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bereits reagiert und erlaubt bei Hitze zusätzliche Trinkpausen. Doch Demirovic fordert mehr: „Wir müssen überlegen, ob die Saison nicht anders geplant werden kann. Vielleicht mehr Abendspiele oder eine Sommerpause.“ Seine Aussage stößt auf geteiltes Echo. Während einige Fans Verständnis zeigen, argumentieren andere, dass die Spieler für solche Bedingungen bezahlt werden.

VfB Stuttgart: Trainingszeiten angepasst

Der VfB Stuttgart hat als Reaktion auf die Hitze bereits reagiert. Die Trainingseinheiten werden in die frühen Morgenstunden verlegt, und die Spieler erhalten spezielle Kühlwesten. „Wir beobachten die Lage genau und passen uns an“, sagt ein Sprecher des Vereins. Die Mannschaft bereitet sich intensiv auf die kommende Saison vor, in der sie wieder um die Europapokal-Plätze mitspielen will.

Demirovic selbst ist trotz der Hitze optimistisch: „Die Mannschaft ist gut drauf. Wir haben viel Qualität und werden eine gute Rolle spielen.“ Doch er hofft, dass die Verantwortlichen die Bedingungen verbessern. „Es wäre schön, wenn wir im Sommer nicht immer um 15 Uhr spielen müssten.“

Bundesliga: Hitzepausen und Anstoßzeiten

Die Bundesliga hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Spieler zu schützen. So gibt es bei Temperaturen über 30 Grad offizielle Trinkpausen. Zudem werden die Anstoßzeiten im Sommer oft auf den Abend verlegt. Doch die Vereine klagen über die engen Zeitpläne, die durch internationale Wettbewerbe vorgegeben sind.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) empfiehlt den Vereinen, die Trainingszeiten flexibel zu gestalten. „Die Gesundheit der Spieler hat oberste Priorität“, sagt ein Sprecher. Doch letztlich liegt die Entscheidung bei den Clubs. Demirovic hofft, dass seine Aussage zu einem Umdenken führt: „Ich will nicht nur meckern, sondern Lösungen aufzeigen.“

Fazit: Debatte um Hitze im Fußball geht weiter

Die Diskussion um Hitze im Profifußball ist nicht neu, aber sie wird intensiver. Mit dem Klimawandel werden die Sommer heißer, und die Spieler fordern mehr Schutz. Ermedin Demirovic hat mit seiner Aussage einen Nerv getroffen. Ob die Verantwortlichen reagieren, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Die Debatte ist noch nicht beendet.

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