Iran: Bessent sieht Chance für Deal zu Hormus heute oder morgen
Iran: Bessent sieht Chance für Hormus-Deal

Washington – US-Finanzminister Scott Bessent hat sich optimistisch über die Aussichten auf eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran geäußert. In einem Interview mit dem Sender Bloomberg TV sagte er, es bestehe eine „gute Chance“, dass ein Deal bereits „heute oder morgen“ zustande komme. Damit erhöht sich der Druck auf die Verhandlungen, die seit Monaten stocken.

Hintergrund der Gespräche

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran drehen sich vor allem um das iranische Atomprogramm sowie um die Freilassung von US-Bürgern, die im Iran inhaftiert sind. Ein Abkommen könnte zudem die Spannungen in der Region, insbesondere um die Straße von Hormus, verringern. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Öl- und Gasrouten der Welt.

Bessent betonte, dass eine Einigung sowohl für die USA als auch für den Iran von Vorteil wäre. „Wir wollen, dass der Iran sein Atomprogramm einschränkt und die Region stabilisiert“, sagte er. Im Gegenzug könnten Sanktionen gelockert werden, was dem Iran wirtschaftliche Erleichterung bringen würde.

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Reaktionen aus Teheran

Aus Teheran gab es bislang keine offizielle Reaktion auf Bessents Äußerungen. Allerdings hatten iranische Vertreter in der Vergangenheit signalisiert, dass sie zu Verhandlungen bereit seien, wenn die USA ernsthafte Zugeständnisse machten. Beobachter halten einen Durchbruch für möglich, aber nicht sicher.

Der iranische Außenminister hatte zuletzt erklärt, dass sein Land „niemals“ ein Abkommen akzeptieren werde, das seine Sicherheitsinteressen gefährde. Gleichzeitig betonte er die Bereitschaft, „konstruktiv“ zu verhandeln. Diese widersprüchlichen Signale machen eine Prognose schwierig.

Bedeutung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist ein strategisch wichtiger Punkt, durch den etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs transportiert werden. Eine Eskalation dort könnte die globalen Energiemärkte destabilisieren. Daher beobachten Experten die Verhandlungen mit großer Aufmerksamkeit.

Ein erfolgreicher Abschluss würde nicht nur die Region beruhigen, sondern auch die Ölpreise stabilisieren. Analysten schätzen, dass bereits die Aussicht auf eine Einigung die Preise leicht sinken ließ. Sollte der Deal platzen, könnte der Ölpreis wieder steigen.

Ausblick

Die nächsten Stunden werden zeigen, ob Bessents Optimismus berechtigt ist. Die USA haben erklärt, dass sie zu einem Treffen auf höchster Ebene bereit seien. Ob es dazu kommt, hängt von der iranischen Seite ab.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt. Doch die Aussicht auf eine diplomatische Lösung gibt Anlass zur Hoffnung. Viele internationale Akteure, darunter auch Deutschland, drängen auf eine Verhandlungslösung. Die Bundesregierung hat mehrfach ihre Unterstützung für den Dialog bekundet.

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