DFB sucht kreative Lösungen bei Verhandlungen mit Jürgen Klopp
DFB sucht kreative Lösungen im Klopp-Poker

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wollen offenbar alle Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Noch sind jedoch nicht alle Fragen geklärt. Besonders zwei kniffelige Aspekte müssen aus dem Weg geräumt werden: die Auflösung von Klopps Vertrag als Global Head of Soccer bei Red Bull und seine Werbeverträge.

DFB-Gremien über Fortschritt informiert

Mit Zuversicht hat Verbandspräsident Bernd Neuendorf die Gremien des DFB über den Fortschritt der Bemühungen um den Wunschbundestrainer Jürgen Klopp informiert. Der 14-köpfige Aufsichtsrat der DFB GmbH & Co. KG und die vierköpfige Gesellschafterversammlung, zu der auch Neuendorf gehört, schalteten sich dafür nach SID-Informationen wie geplant am frühen Abend zusammen.

Laut „Bild“-Zeitung wurde dabei der unbedingte Wille zur Einigung mit Klopp bekräftigt. Ein Vertrag bis zur WM 2030 sei „vorverhandelt“. Zudem ging es um Klopps Werbeverträge und die Kompensation für dessen bisherigen Arbeitgeber Red Bull, die auch „kreative Lösungen“ umfassen könnte. Innerhalb von zehn Tagen wolle der DFB Klarheit schaffen. Der Verband gab auf SID-Anfrage „keinen Kommentar“ ab.

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Nur noch „Katzensprung“ bis Klopp – aber ein RB-„No-Go“

Der DFB und Klopp sind sich „in wesentlichen Eckpunkten eines potenziellen Vertrages“ einig, hatte der Verband bereits bekannt gegeben. Am Dienstag gab es ein Treffen von Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Vertretern von Red Bull, um Hindernisse auszuräumen. Watzke bestätigte das Treffen, machte aber zu Inhalten „keine Angaben“. Offensichtlich kamen die beiden Seiten einem Durchbruch nahe: „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte ein DFB-Funktionär.

Offen ist, zu welchen Konditionen Klopps Vertrag als Fußballchef (Global Head of Soccer) des österreichischen Energydrink-Konzerns (bis 2029) aufgelöst werden kann. Erst danach ist eine Unterschrift beim DFB möglich.

Zusammensetzung der Gremien

Die Gesellschafterversammlung besteht aus dem Vorsitzenden Neuendorf, dem Bundesliga-Boss Watzke (Präsident von Borussia Dortmund), dessen Stellvertreter Oliver Leki (SC Freiburg) und DFB-Vize Ronny Zimmermann. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Alexander Wehrle, Vorstandschef des VfB Stuttgart, besteht aus drei weiteren Ligavertretern und zehn Personen, die den DFB repräsentieren. Mehrere Vertreter ließen sich im Urlaub informieren.

Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll Ende der Woche in die USA reisen, wo Klopp bis zum WM-Abschluss als Experte für MagentaTV im Einsatz ist. Zugleich, berichtete „Bild“, wolle der DFB sich am Wochenende erneut mit Klopps Berater Marc Kosicke treffen. Klopp würde sein Debüt am 24. September in der Nations League gegen die Niederlande geben.

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